Wolfsberg vor Wiedersehen mit Ilzer im Hoch

via Sky Sport Austria

Wolfsberg sieht der Rückkehr von Christian Ilzer mit Zuversicht entgegen. Reüssierte der WAC auch unter Nachfolger Gerhard Struber, liegt der nunmehrige Coach der Austria nach bisher sechs Runden der Fußball-Bundesliga weit hinter den gesteckten Zielen. Mit einem Heimsieg am Sonntag (17.00 Uhr) könnten sich die Lavanttaler auch bestens auf den Europa League-Auftakt bei Mönchengladbach einstimmen.

Gerhard Struber war dahingehend zuversichtlich. In der Länderspielpause habe man an Details arbeiten können. “Es macht uns stark, in jedem Spiel an unsere Grenzen zu gehen. Das wollen wir wieder”, sagte Struber. Vor den starken Individualisten, die die Austria in ihren Reihen habe, müsse man jedoch extrem auf der Hut sein. “Wir wissen, dass ein Gegner auf uns zukommt, der gefährlich ist, der in der Tabelle eine Veränderung herbeiführen will.”


Steht der WAC mit vier Siegen und zwölf Punkten aus sechs Runden auf Platz drei, hat die Austria nur einen Erfolg bzw. überschaubare fünf Zähler zu Buche stehen. Ilzer durchwandert mit seinem Team eine Talsohle, seine Ideen sind in Wien-Favoriten bisher nicht aufgegangen. In der spielfreien Zeit versuchte der Steirer in den Trainings “konkrete Verbesserungen zu erzielen. Wir sind noch in einer Phase, in der wir versuchen, die optimale Abstimmung zu finden.” Zu lesen war zuletzt auch von einer “schonungslosen” Analyse, die Ilzer mit seinem Team betrieben haben soll.

Ein Schritt aus der Krise soll nun ausgerechnet bei seinem Ex-Arbeitgeber erfolgen. “Es ist sicher ein Vorteil, dass wir die Mannschaft sehr gut kennen. Wir wissen, was uns erwartet. Wichtig ist aber, dass wir den Fokus auf unser eigenes Spiel legen. Wir wollen nicht mit leeren Händen nach Wien zurückkehren”, betonte Ilzer. Dem WAC attestierte er “Topform”.

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Gegen Shon Weissman und Co. soll Erik Palmer-Brown der zuletzt wackeligen Abwehr wieder Stabilität verleihen. Der Amerikaner fehlte bei der jüngsten Derby-Niederlage aufgrund einer Sperre. Die Comebacks von Alexandar Borkovic, Michael Madl und Christian Schoissengeyr lassen indes noch auf sich warten. Erst im Oktober sollen alle Innenverteidiger wieder zur Verfügung stehen.

Den Rücken stärkte Ilzer zuletzt Austrias Sport-Vorstand Peter Stöger. Der ehemalige Meistermacher der Wiener nahm die Spieler in die Pflicht. Eine Trainerdiskussion will die Austria nicht im Ansatz aufkommen lassen. “Es ist in unserer Situation enorm wichtig, dass wir in Ruhe arbeiten können und äußere Einflüsse von der Mannschaft fernhalten”, sagte Ilzer in einer Club-Aussendung.

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In Wolfsberg wird man den 41-Jährigen wohl herzlich empfangen. Struber streute seinem Vorgänger Rosen. “Chris hat hier einen herausragenden Job gemacht”, betonte der Salzburger. Gleichzeitig darf sich Struber darüber freuen, dass der WAC auch unter ihm für Aufsehen sorgt: “Es ist cool, dass wir den Weg auch mit gewissen Dingen, die wir verändert haben, erfolgreich weiter gehen.” Mit Zweiflern an seiner Person habe er sich sowieso nie auseinandergesetzt.

Nach der Austria steht für die Kärntner bereits das erste Highlight in der Europa League auf dem Programm. Am Donnerstagabend treten die Wolfsberger im ersten Gruppenspiel bei Borussia Mönchengladbach an. Für Struber noch kein Thema, er warnte: “Die nächste Aufgabe ist die wichtigste und das ist Austria Wien. Wenn wir von der Fokussierung ein, zwei Prozentpunkte abweichen, dann werden wir schnell eines Besseren belehrt werden.” Der WAC verlor gegen die Austria von den jüngsten fünf Duellen nur eines, das 0:2 in Wien im vergangenen Mai.

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(APA)