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Enttäuschung bei Dortmund vor Topspiel gegen die Bayern

via Sky Sport Austria

Der deutsche Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat am Samstag ein neues Kapitel über verpasste Gelegenheiten geschrieben. „Heute war wieder einmal sehr sichtbar, woran es seit Jahren hapert, um konstant oben anzuklopfen“, sagte Trainer Edin Terzic nach der 2:3-Niederlage beim 1. FC Köln. Mit einem Sieg hätte der BVB als Tabellenführer in den Liga-Gipfel am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München gehen können.

Nach jedem Sieg werde der hochtalentierten Mannschaft die Frage gestellt, „was diese Saison drin ist“, ergänzte der sichtlich enttäuschte Terzic. „Spiele wie diese zeigen, dass wir darüber nicht nachdenken müssen. Weil uns diese Dinge immer wieder passieren“. Nach der dritten Niederlage im achten Saisonspiel rutschten die Westfalen hinter die punktgleichen Bayern zurück.

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„In einer sehr wichtigen Phase des Spiels waren wir nicht bereit, unser Tor zu verteidigen“, kritisierte Terzic. Das nützten die Kölner ÖFB-Legionäre Florian Kainz und Dejan Ljubicic gnadenlos mit Toren zum 1:1 bzw. 3:1 aus. Für die beiden war es jeweils der dritte Saisontreffer, das Spiel war damit zugunsten der Kölner gedreht. BVB-Torhüter Alexander Meyer ortete mangelnden Willen, dagegenzuhalten. Der Grund sei, „dass viele mit sich selbst beschäftigt sind“. Was Teamkollege Julian Brandt unfreiwillig und auf skurrile Art und Weise bestätigte: „Da habe ich nicht drauf geachtet. Ich war natürlich erst mal mit meiner Leistung beschäftigt.“

Auch wenn die ständigen Verweise der Dortmunder auf das sportlich wie finanziell größere Potenzial der Münchner zweifellos richtig sind – dass die Bayern seit einer Dekade ausnahmslos Meister wurden, liegt auch daran, dass der einzig ernsthafte Verfolger seit Jahren immer in wichtigen Momenten einen kompletten System-Ausfall hinlegt. In dieser Saison wird deutlich: Ohne Erling Haaland können die Dortmunder die Gegner nicht überrollen. Es geht nur über Kampfgeist. Zudem scheint Stürmer Anthony Modeste nicht die Lösung der Probleme im Sturm zu sein.

Vor dem Spiel in München steht noch das Duell in der Champions League beim FC Sevilla. Dazwischen wird Terzic seine Spieler immer wieder ins Gebet nehmen. „Wir werden wieder versuchen, unsere Lehren daraus zu ziehen. Dann werden wir wieder darüber reden, dass wir eine Reaktion zeigen müssen.“

Erfolge für Freiburg und Frankfurt

Im Hoch bleiben hingegen der zweitplatzierte SC Freiburg und sein Stürmer Michael Gregoritsch, der beim 2:1-Heimsieg der Breisgauer gegen Mainz ein Tor und einen Assist verbuchte. Eine starke Tendenz nach oben weist die von Oliver Glasner gecoachte Frankfurter Eintracht auf, Tabellenführer Union Berlin bekam dies bei der 0:2-Niederlage am Main zu spüren. „Das war ein toller Auftritt, über den wir uns freuen. Die Richtung stimmt“, sagte Glasner, dessen Team sich zumindest vorübergehend auf Rang fünf vorarbeitete.

Fast im gleichen Atemzug mahnte der Eintracht-Trainer aber: „Wir haben keine Zeit, uns tagelang auf die Schulter zu klopfen. Es heißt, dranzubleiben. Gegen Tottenham müssen wir noch mal eins drauflegen, um wieder erfolgreich zu sein.“ Am Dienstag wartet in der Champions League das englische Topteam aus London.

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(APA) / Bild: Imago