Klopp-Kritik wegen Auswechslungen: Wer ist hier “selfish”?

via Sky Sport Austria
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Jürgen Klopp und der FC Liverpool gewinnen in der Premier League deutlich gegen Leicester City. Getrübt wurde der Sieg durch eine weitere Verletzung. Klopp äußerte sich dazu nach Spielende bei Sky.

Der FC Liverpool feiert im Spitzenspiel der Premier League einen souveränen 3:0-Sieg gegen Leicester City und zieht an den Foxes vorbei. Allerdings verletzte sich mit Naby Keita ein weiterer Schützling von Jürgen Klopp. Der Coach bezog am Sky Mikro dazu Stellung und äußerte sich zudem zur Diskussion um die mögliche Erhöhung des Auswechselkontingents von drei auf fünf Spieler in der Premier League.

Jürgen Klopp über: … den Sieg gegen Leicester

“Unter den Umständen, unter denen wir gespielt haben, war es ausgesprochen gut, weil der Gegner im Moment am Fliegen ist. Momentan läuft für Leicester so ziemlich alles. Sie verteidigen tief und gut. Da ist es schwer durchzukommen. Sie sind im Konter ausgesprochen schwer zu verteidigen. Dazu haben wir eine auf zwei Positionen mindestens, wenn nicht gar auf drei Positionen, neue letzte Linie, was gegen eine Kontermannschaft mit das Schwerste überhaupt ist. Schließlich haben wir keine Zeit zum Trainieren. Das heißt, du musst mehr darüber reden. Die Jungs haben das super gemacht. Es war von vorn­he­r­ein klar, dass jeder Einzelne, der vor der letzten Linie verteidigt, alles dafür tut, dass sie keinen Ball hinter die letzte Linie klopfen können und wenn dann einen Unkontrollierten. Das war wirklich speziell.”

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… die Verletzung von Naby Keita

“Das wird jetzt immer so sein. Jede Woche werden Spieler vom Platz gehen. Ich habe gehört, dass sich Saka heute bei Arsenal das Knie verletzt hat, Ross Barkley gestern früh raus, einige Team mussten früh auswechseln. Pique bei Barcelona schwer verletzt, Ramos schwer verletzt. Das ist von unserer Seite nicht zu verhindern.”

…über die Forderung nach fünf Auswechslungen in der Premier League

“Ich kann das nicht entscheiden. Wir haben alle Argumente gebracht. Wenn Leute da am Ende draus machen, dass wir aus Eigennutzen handeln, kann ich das offensichtlich nicht ändern, weil es ist einfach komplett an der Wahrheit vorbei. Menschen, die uns das vorwerfen, müssen sich selbst fragen wer hier ‘selfish’ ist und wer nicht. Wir sprechen über Fußballspieler und nicht, wo wir landen könnten am Ende der Saison. Das ist keine Saison, in der man Saisonziele setzt und erreichen muss. Jeder guckt, dass er durchkommt. Und wer am Ende nahe genug dran ist, versucht es dann zu schnappen. Das ist es, wie es tatsächlich ist. Die Fernsehanstalten zusammen müssen reden. Ich finde es ist eine relativ leichte Entscheidung, wenn jemand am Mittwochabend in der Champions League spielt, darf er am Samstag nicht um 12:30 Uhr spielen. Das passiert bei uns aber nächste Woche schon wieder.”

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“Wenn man so etwas anspricht, hast du immer das Gefühl: ‘Ups, da sind wir schon wieder dran’. Als wäre es denn gerade recht. Wir müssen einfach sprechen. Wer Dienstagabend spielt, kann 12:30 Uhr spielen. Das ist keine tolle Anstoßzeit, das habe ich noch nie gemocht. Aber man kann das machen. Mittwochabend und Samstag: Ich würde Ihnen allen einfach mal wünschen, dass zu machen, einfach mal machen, nachdem du schon, was weiß ich, 20 Spiele gespielt hast. Und nicht darüber zu reden, was in Verträgen steht. Sondern die Verträge, wie es die ganze Welt momentan macht, der Aktualität anzupassen, denn die Welt ist ein anderer Ort, als sie es war, als die Verträge unterschrieben wurden.”