PASCHING,AUSTRIA,17.SEP.22 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, Linzer ASK vs WSG Tirol. Image shows the rejoicing of Thomas Sabitzer (Wattens) and Nik Prelec (Wattens) Photo: GEPA pictures/ Manuel Binder

LASK von Tirol entzaubert und auf der Suche nach Fokus

via Sky Sport Austria

Der Zauber des Sommers aus Sicht des LASK ist verflogen, die Oberösterreicher verspüren in der Fußball-Bundesliga nun Gegenwind. Drei Spiele in Folge sind die Athletiker jetzt ohne Sieg, das 1:4 gegen die WSG Tirol am Samstag bedeutete die erste Niederlage in der Saison (Spielbericht + Video-Highlights).

Zuletzt habe man „nicht mehr diese Intensität aufgebracht“, die man in der obersten Spielklasse benötigt, sagte Trainer Dietmar Kühbauer. Woran der Rückfall nicht liegt, weiß der Coach aber auch genau.

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 Kühbauer sah in zweiter Hälfte „sehr schlechtes Spiel von uns“

Ein Treffer von Lautaro Rinaldi und gleich drei von Nik Prelec machten dem LASK in der Raiffeisen Arena bis zur 63. Minute den Garaus. Zur Halbzeit stand es bereits 1:3 aus Sicht der Heimischen. „Mit dem 4:1 war die Sache erledigt“, stand für Kühbauer fest. Seine Mannschaft könne es definitiv besser, sprach der Burgenländer. Warum nach dem Seitenwechsel aber fast gar nichts mehr zusammenlief und die Athletiker relativ kraftlos wirkten, konnte er sich nicht erklären. „Da hat dann schon einiges nicht zusammengepasst“, meinte der 51-Jährige. „Zweite Halbzeit war es wirklich ein sehr schlechtes Spiel von uns.“

Der Schlüsselfaktor für den zu diesem Zeitpunkt schon deutlichen Rückstand war schnell ausgemacht: die mangelnde Defensivleistung. Die Angreifer der Gäste, die bei Ballbesitz auf ein 4-3-3-System wechselten, in dem LASK-Leihgabe Thomas Sabitzer als zusätzlich Spitze schaltete, sahen teilweise mehrere Meter leeren Raum um sich herum. „Das eine oder andere Mal waren wir schon fast überrascht“, sagte der ehemalige Linzer Valentino Müller. „Das ist man vom LASK nicht so gewohnt, weil sie normal doch sehr kompakt und gerade in der Defensive schon stark sind.“

Dazu kam noch die Kaltschnäuzigkeit der Tiroler vor dem Tor. „Dann passiert es halt, dass die alles treffen. Auch wir haben Spiele gehabt, wo wir alles getroffen haben“, erläuterte Kühbauer, der Sky-Experte Marc Janko zugleich widersprach. Dieser hatte im Studio in Wien eine gewisse Selbstverständlichkeit diagnostiziert, weil die Linzer Freude über das erste Tor augenscheinlich nicht überbordend war. „So ist es sicher nicht. Die Jungs wollten schon das zweite Tor erzielen, nur müssen wir besser verteidigen“, betonte der Trainer des vorerst weiter Tabellenzweiten.

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Das Fehlen der drei gesperrten Stammkräfte Filip Stojkovic, Branko Jovicic und Marin Ljubicic sei ebenfalls nicht entscheidend gewesen. „Das sind Führungsspieler, kein Zweifel. Trotzdem habe ich dieser Mannschaft zu hundert Prozent vertraut“, verlautete der Ex-Teamspieler.

Silberberger nach 4:1-Sieg: „Geiler Gesamtauftritt“

Aus der Warte von WSG-Coach Thomas Silberberger dagegen ist der Matchplan aufgegangen. Viel Mut, schnelle Umschaltaktionen und hohes Anlaufen waren Eckpfeiler der Strategie, die nicht zuletzt die Stürmer perfekt umsetzten. „Die Mannschaft hat extrem Charakter gezeigt“, sagte Silberberger. „Wir haben Widerstände überwunden. Wir haben als Team agiert. Spieler sind vorangegangen, haben Verantwortung übernommen. Ein geiler Gesamtauftritt.“

Silberberger nach Sieg gegen LASK: „Das war unser Plan“

Als „unglaublich“ beschrieb der Slowene Prelec sein Debüt als Bundesliga-Torschütze. „Der LASK ist eine der besten Mannschaften in der Liga. Es war der Wahnsinn.“ Damit haben sich die Wattener vorerst im Liga-Mittelfeld etabliert (Platz sieben vor den Partien am Sonntag). „Ich hoffe, wir können so weitermachen im nächsten Spiel gegen Rapid“, blickte der 21-Jährige schon hoffnungsfroh in die Zukunft, während sich der LASK in der Liga-Pause erst wieder neu sammeln muss.

(APA) / Bild: GEPA