Thiem: “Mit Kitzbühel habe ich meinen Kindheitstraum Teil eins erfüllt und Wien ist der zweite Teil”

via Sky Sport Austria

Dominic Thiem war am Montag zu Besuch beim Sky Stand in der Wiener Stadthalle. Im exklusiven Sky Talk stellte sich Österreichs Nummer eins den Fragen von Thomas Trukesitz und der Sky Community. Tennisfans auf Sky dürfen sich ab heute täglich auf Live-Tennis von den Erste Bank Open freuen. 

Dominic Thiem:

…über seinen Auftaktgegner Jo-Wilfried Tsonga: „Es ist natürlich ein richtig schweres Auftaktmatch. Aber auf der anderen Seite habe ich mir das Raster angesehen und es gibt keinen Spieler, wo ich sagen kann, den hätte ich gerne in der ersten Runde. Das ganze Feld ist so stark und dicht besetzt, da hat ein richtig starker Gegner kommen müssen.“

…über die mediale Belastung bei seinem Heimturnier: „Es ist alles im Bereich des machbaren. Natürlich ist es viel, aber das wichtigste ist, dass die sportliche Leistung passt. Das haben wir alles in den letzten Tagen sehr gut koordiniert. Natürlich habe ich viele Medientermine, aber ich habe auch viele gute Trainings in die Beine bekommen, auch am Center Court. Ich sollte voll bereit sein für die erste Runde morgen.“

…auf die Frage, welchen Beruf er ausüben würde, falls es nicht mit dem Profi-Tennis geklappt hätte: „Mein größter Wunsch wäre Profi-Fußballer. Ich weiß nicht, ob ich gut genug dafür wäre. Aber ich glaube ich wäre im Sport zu Hause, weil das ist das einzige, das ich kann. Für alles andere bin ich ziemlich untalentiert. Mein absoluter Traumberuf – abgesehen vom Tennis – wäre Fußballer. Chelsea oder Salzburg, je nachdem.“

Das heutige Auftaktspiel von Dominic Thiem bei den Erste Bank Open in Wien live bei Sky

…ob er am Mittwoch das Spiel Salzburg vs. Napoli am Mittwoch auf Sky verfolgen wird: „Hundertprozentig. In der ersten Runde habe ich nur die Highlights angesehen. In der zweiten war ich in Asien, da war es zu spät. Mittwoch wird der erste Tag sein, wo ich es live anschauen kann. Ich tippe 2:1 für Salzburg“.

…auf die Frage des Sky Experten Manuel Ortlechner, ob er Thiem im Finale sieht: „Das kann ich ihm nicht versprechen. Ich werde alles geben fürn Orti.“

…über die Chancen auf einen Turniersieg in Wien: „Ich werde auf jeden Fall alles geben, kann aber nichts versprechen. Das starke Teilnehmerfeld macht es nicht leichter. Bei einem Auftaktgegner wie Tsonga wäre es komplett vermessen, wenn ich irgendwie weiter denken würde. Es ist wichtig, dass ich meine volle Konzentration auf die erste Runde habe. Ich bündele alle Kräfte für morgen und dann hoffe ich, dass ich weiterschauen kann.”

…über den Stellenwert eines Turniersieges: „Mit Kitzbühel habe ich meinen Kindheitstraum Teil eins erfüllt und Wien ist der zweite Teil. Ich bin seit über 20 Jahren jedes Jahr da. Zuerst als Zuschauer und jetzt zum zehnten Mal als Spieler. Ein Turniersieg würde sich zusammen mit Kitzbühel an Nummer eins einordnen. Es ist für mich ein gewissermaßen surreales Gefühl. Es war für mich immer schon ein Highlight hierhinzufahren und jeden Tag weltklasse Live-Tennis zu sehen. Dann der flüssige Übergang vom Super-Fan zum Spieler. Allein das macht es so speziell.“

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…auf die Frage, was sein schönster Turniersieg war: „Bis jetzt wahrscheinlich Kitzbühel. Es waren alle schön, aber Kitzbühel war doch der schönste. Es waren unglaubliche Emotionen. Es sind so viele Bilder in meinen Kopf gekommen, wie ich mit vier oder fünf Jahren dort gestanden bin als kleiner Bub und auf den leeren großen Center Court geschaut habe. 20 Jahre später habe ich den Pokal dort in die Höhe gestemmt. Das war ein unglaublicher Moment und einer der schönsten, den ich in meiner Tenniskarriere bis jetzt gehabt habe.“

…über das originellste Geschenk, dass er jemals von einem Fan erhalten hat: „Ich habe in Asien einen Polster mit einem Bild von meinem Hund bekommen. Das ist das komischste Geschenk, das ich bisher bekommen habe. Ich habe es dann zu Hause meinem Hund gegeben. Der Polster hat nicht lange überlebt.