AMERICAN FOOTBALL - ELF Final, Sea Devils vs Vikings KLAGENFURT,AUSTRIA,25.SEP.22 - AMERICAN FOOTBALL - ELF, European League of Football, Hamburg Sea Devils vs Vienna Vikings, Championship Game. Image shows Kimi Linnainmaa Vikings. PUBLICATIONxNOTxINxAUTxSUIxSWE GEPAxpictures/xDanielxGoetzhaber

Vienna Vikings nach Finalsieg gegen Hamburg Sea Devils neuer ELF-Champion

via Sky Sport Austria

Die Vienna Vikings haben sich gleich in ihrer ELF-Debütsaison Europas Football-Krone aufgesetzt. Das Team von Coach Chris Calaycay besiegte am Sonntag im Finale der European League of Football (ELF) in Klagenfurt die Hamburg Sea Devils mit 27:15 (17:6). Vor ca. 14.500 Zuschauern dominierten die Wiener die Norddeutschen, die als bestes Team des Grunddurchgangs an den Wörthersee gereist waren, über weite Strecken und sind nun verdient europäischer Champion.

Die Vikings lösen damit die Frankfurt Galaxy – die Deutschen hatten im Vorjahr die allererste ELF-Meisterschaft durch einen 32:30-Sieg im Endspiel gegen die Sea Devils gewonnen – als Titelträger ab. „Wir haben jetzt als Österreicher eine Ballsportart, wo wir sagen können, wir sind die Besten in Europa. Das ist etwas Besonderes“, meinte Calaycay nach dem Finale stolz. Als bester Spieler des Endspiels (Final-MVP) wurde der finnische Passempfänger Kimi Linnainmaa von Ligaboss Patrick Esume ausgezeichnet.

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Vikings-Coach: „Die Jungs haben sich das verdient“

Der fünffache Eurobowl-Sieger und 15-fache österreichische Meister fügte damit seiner erfolgreichen Vereinsgeschichte ein weiteres glanzvolles Kapitel hinzu. Die Hamburger, die im Halbfinale die Raiders Tirol mit 19:7 besiegt hatten, verloren hingegen ihr zweites ELF-Finale in Folge.

Die Strategie der Wiener, defensiv die Mitte dicht zu machen und Hamburgs Star-Runningback Glen Toonga keinen Raum zu bieten sowie vorne durch variables Spiel immer wieder Nadelstiche zu setzen, ging speziell vor der Halbzeit auf. Toonga, der bisher in dieser Saison mit 1.468 erlaufenen Yards und 21 Touchdowns geglänzt hatte, kam in Hälfte eins auf minus fünf Yards. Offensiv schrieben der Ex-Hamburger Adria Botella-Moreno sowie US-Import Exavier Edwards mit Touchdowns an, Dennis Tasic fügte ein Fieldgoal zur 17:6-Pausenführung hinzu. Für die Norddeutschen gelang Lamar Jordan II ein Touchdown.

In der zweiten Hälfte sorgten die Offensiven beider Teams schnell für Punkte. Die Vikings gaben die Führung in einem offenen Schlagabtausch aber selbst trotz einer Interception von Quarterback Jackson Erdmann nahe der eigenen Endzone nicht mehr aus der Hand. Runningback Florian Wegan erreichte die Endzone, während Tasic noch für weitere sechs Punkte kickte. Auf der anderen Seite war Eric Schlomm mit drei Fieldgoals erfolgreich, was für ein Comeback zu wenig war. Zwei gefangene Interceptions durch die Wiener besiegelten am Schluss den Erfolg der Wikinger.

„Die Jungs haben sich das verdient“, freute sich Vikings-Coach Calaycay, der sich einmal mehr auf seine Defensive verlassen konnte. „Alle haben über Hamburgs Verteidigung gesprochen, aber wir haben auch eine verdammt gute Defense.“ Das bestätigte auch Quarterback Erdmann. „Ich habe kaum Worte, wie phänomenal die waren, das ganze Jahr. Das ist locker die beste Verteidigung in der ganzen ELF und das haben sie heute gezeigt“, erklärte der 25-Jährige. „Wir haben Geschichte geschrieben, erstes Jahr, gleich der Titel. Das ist Football.“

2023 wird die semiprofessionelle ELF, die im Vorjahr aus der Taufe gehoben worden war, von zwölf auf mindestens 18 Teams aus zehn Nationen aufgestockt. Die Vikings und die Raiders bleiben Österreichs Vertreter.

(APA)

Bild: Imago