Absage für Erste Bank Open: Sinner muss Saison beenden
Jannik Sinner wird wegen seiner Knieverletzung in dieser Saison nicht mehr spielen. Seit seinem Triumph in Wimbledon ist der Tennis-Weltranglisten-Erste außer Gefecht. „Auf Anraten seines medizinischen Teams wird sich Jannik Sinner einer Behandlung wegen einer Knieentzündung unterziehen“, teilte sein Team am Dienstag mit. Das sind natürlich auch für Österreichs Tennis-Fans und die Veranstalter der Erste Bank Open in Wien schlechte Nachrichten. Dort ist Sinner Titelverteidiger.
Sinner äußerte sich bald darauf auch selbst: Im Moment müsse er „auch an meine Langzeit-Karriere denken“, so der Italiener. „Ich werde alles erdenklich Mögliche tun, um mit 100 Prozent zurückzukommen.“ Dies bedeutet auch, dass Sinner in der ATP-Rangliste wohl demnächst von Alexander Zverev auf dem Tennis-Thron abgelöst werden wird. Der Deutsche, der bei den French Open und den US Open seine ersten beiden Major-Titel geholt hat, wird in der Stadthalle in jedem Fall schon topgesetzt sein.
„Man hat sich entschieden, die Behandlung jetzt durchzuführen, um Jannik die nötige Zeit zur Genesung zu geben, bevor die Vorbereitungen für 2027 beginnen. Infolgedessen wird Jannik in der Saison 2026 keine weiteren Wettkämpfe bestreiten können“, hieß es in dem Statement weiter.
Straka: „Werden Jannik noch oft in Wien sehen“
„Jannik Sinner hat mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er die Saison 2026 vorzeitig beenden wird. Das ist natürlich bedauerlich, ich habe aber volles Verständnis dafür, dass er im Hinblick auf seinen weiteren Karriereverlauf auf Nummer sicher geht und kein unnötiges Risiko eingeht, um dieses Jahr als Weltranglisten-Erster abzuschließen“, erklärte der Wiener Turnierboss Herwig Straka in einer ersten Reaktion. Er wünsche dem Südtiroler für sein Comeback schon jetzt alles Gute. „Wir werden Jannik in den kommenden Jahren noch oft in Wien sehen“, ist Straka überzeugt.
Sinner im ATP-Ranking noch voran
Der Südtiroler führt aktuell noch das ATP-Ranking mit 11.000 Punkten an. Zverev ist mit 9720 Punkten erster Verfolger und hat das große Ziel, erstmals an die Spitze der Weltrangliste zu springen.
