Antonelli voll im Soll – Leclerc in Mexiko ganz vorne
Kimi Antonelli hat sich für seine anstehende Krönung als jüngster Formel-1-Weltmeister der Geschichte in Position gebracht. Der 20-jährige Italiener fuhr am Freitag im Freien Training für den Grand Prix von Mexiko auf Rang vier. Eine leichte Viruserkrankung, mit der er sich in den vergangenen Tagen herumgeschlagen hat, hat der Mercedes-Jungstar hinter sich gelassen. Bestzeit in beiden Trainingssessions in Mexiko-Stadt fuhr wie zuletzt in Austin Ferrari-Pilot Charles Leclerc.
Antonelli verlor am Nachmittag 0,217 Sekunden auf den Monegassen. Im ersten Training, als zahlreiche Teams Nachwuchsfahrern eine Chance gegeben hatten, war er 0,659 Sek. hinter Leclerc noch Zweiter gewesen. Sollte Antonelli den Grand Prix am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/live auf Sky) zumindest auf Rang neun beenden, würde er als erst dritter Italiener nach Giuseppe Farina und Alberto Ascari in den 1950er-Jahren als Weltmeister feststehen.
Technischer Defekt bei Hamilton
Teamkollege George Russell oder Ferrari-Star Lewis Hamilton müssen gewinnen, um zu verhindern, dass sich Antonelli bereits vier Rennen vor Schluss die WM-Krone aufsetzt. Bei einem Hamilton-Sieg reicht dem Youngster auch Platz zehn zum Titelgewinn. Der Rekordchampion war im Training allerdings nicht frei von Problemen. Hamilton musste seinen Ferrari mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen und landete 0,685 Sekunden hinter seinem Teamkollegen nur auf Rang elf.
Die Richtmarken setzte Leclerc. Der entthronte Titelverteidiger Lando Norris fuhr im McLaren die zweitschnellste Zeit (+0,103), Russell die drittschnellste (+0,106). Hinter Antonelli reihten sich die beiden Red Bulls von Max Verstappen (+0,311) und Isack Hadjar (+0,410) ein. Verstappen wurde später wegen eines Zwischenfalls mit Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson wie sein Kontrahent strafweise um eine Position zurückversetzt. Das für die Startaufstellung maßgebliche Qualifying steht am Samstag (22.00 Uhr MEZ/live ORF 1 und Sky) auf dem Programm.
Zehn Nachwuchspiloten am Werk
Im ersten Training fuhr der Däne Frederik Vesti, der das Mercedes-Cockpit von Russell übernehmen durfte, auf Rang drei. Viele Teams nutzten die Session in Mexiko, um einen der obligatorischen Nachwuchsfahrer-Einsätze unterzubringen. Zehn der 22 Boliden wurden nicht von Stammfahrern pilotiert. Der Japaner Ayumu Iwasa landete im Red Bull als Fünfter vor Hadjar (11.). Für die Racing Bulls absolvierte der 19-jährige Nikola Zolow als erster Bulgare ein F1-Training und wurde Zwölfter.
