WSG Behounek

Behounek über Stadionthema: „So hat die WSG ein Ablaufdatum“

Die permanente Stadionfrage in Tirol bleibt aktuell: Schon zu seiner eigenen WSG-Zeit spielte Raffael Behounek mit den Tirolern in Innsbruck statt im heimischen Wattens. In der aktuellen Folge  von DAB | Der Audiobeweis findet der nunmehrige Niederlande-Legionär deutliche Worte zur Stadionproblematik der WSG.

„Es macht einen beträchtlichen Unterschied. Man hat schon gemerkt, was möglich ist. Die WSG Tirol verliert aufs Jahr gesehen zirka sieben bis zehn Punkte. Man sieht es bei Blau-Weiß Linz. Sie haben ein neues Stadion, plötzlich steigt der Zuschauerschnitt und sie spielen für ihre Verhältnisse erfolgreichen und attraktiven Fußball. Das sehe ich bei der WSG Tirol nicht“, sieht der Tilburg-Profi negative Folgewirkungen durch die weiterhin niedrigen Zuschauerzahlen am Tivoli auch vor dem WSG-Gastspiel beim GAK (heute ab 16:15 Uhr live bei Sky – streame die Bundesliga mit dem Sky X-Traumpass)!

GAK hofft gegen WSG Tirol auf ersten Bundesliga-Saisonsieg

Vor allem leide laut Behounek trotz sportlicher Bemühungen die langfristige Zukunft des Vereins darunter: „Es gibt ja auch zwei Vereine in der Steiermark, die ein ähnliches Problem haben. Wenn es dort nicht funktioniert, wie soll es dann in Wattens funktionieren? Die Politik in Wattens hat keinerlei Interesse daran, auch nur irgendwas zu ändern. Der Verein hat nicht das Geld, auf eigene Faust ein Stadion hinstellen. Es würde am Image der WSG Tirol etwas verändern, wenn plötzlich ein Zuschauerschnitt von 3.000 statt 1.000 vorherrscht. Der Klub würde anders wahrgenommen werden. Der Verein leistet seit Jahren kontinuierlich ehrliche und gute Arbeit. Es ist eigentlich schade, denn so hat die WSG Tirol einfach ein Ablaufdatum.“

Jetzt reinhören DAB | Der Audiobeweis #240 mit Raffael Behounek

Tatar: Behounek „steht zu dem, was er sagt“

Sky-Exprte Alfred Tatar schätzt währenddessen nicht nur die direkte Persönlichkeit, sondern auch den sportlichen Wert des Defensivspielers: „Bei der WSG Tirol war er ein zentraler Abwehrspieler. Ohne ihn ist eigentlich sehr wenig gegangen. In Zusammenhang damit gefällt mir noch immer das, was auch damals war, nämlich seine persönlichen Statements nach Niederlagen oder Siegen. Das ist immer auf den Punkt gebracht worden. Er hat sich kein Blatt vor den Mund genommen. Du hast gemerkt, dass er auch eine Persönlichkeit hat und zu dem steht, was er sagt.“

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(Red.)

Beitragsbild: GEPA.