Bericht: ÖFB-Sportdirektor Schöttel vor dem Aus
Peter Schöttel steht laut einem Bericht des Kurier vor dem Aus als Sportdirektor des Österreichischen Fußball-Bundes.
Beim seit 2017 amtierenden Ex-Teamspieler steht demnach „ein Abschied bevor“. Ein formaler Beschluss zur Trennung von Schöttel könnte gemäß des Berichts am Freitag im Zuge einer Aufsichtsratssitzung des ÖFB am Campus in Wien (ab 14.00 Uhr) beschlossen werden.
Laut APA-Informationen sah die vor einigen Tagen an die Aufsichtsratsmitglieder versendete Tagesordnung vor, dass Schöttel einen Bericht über die WM in Nordamerika abliefern sollte. Im Laufe des Donnerstags erging dann die Information an die Mitglieder, dass Schöttels Abberufung bevorstehe und Teamchef Ralf Rangnick bei der Aufsichtsratssitzung erscheinen werde. Eine Teilnahme des Deutschen an einer Sitzung des führenden ÖFB-Gremiums gab es zuletzt im August 2024.
ÖFB-Geschäftsführer die Entscheidungsträger
Mit der ÖFB-Strukturreform wanderte die formelle Zuständigkeit für den Posten des Sportdirektors vom damaligen Präsidium und nunmehrigen Aufsichtsrat zu den operativen Verbandschefs, Generalsekretär Thomas Hollerer und ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. Es gibt aber eine Bestimmung, wonach bei strategischen Entscheidungen des Verbands der Aufsichtsrat einzubeziehen ist, und in diese Kategorie dürfte die Abberufung des Sportdirektors fallen.
Schöttel trat den Posten im Oktober 2017 an. Der damalige U19-Teamchef löste in dieser Funktion Willi Ruttensteiner ab. Am 59-Jährigen gab es in der Vergangenheit immer wieder Kritik von mehreren Seiten, die wohl bevorstehende Vertragsauflösung kommt zum jetzigen Zeitpunkt aber dennoch überraschend.
