Nach einem Konkurs 2022 und vier Jahren Unterklasse gibt Wacker Innsbruck am Freitag (18.30 Uhr) sein Comeback im Profif

Dank Partnerschaft mit LAFC: Wacker Innsbruck zurück im Profifußball

Nach einem Konkurs 2022 und vier Jahren Unterklasse gibt Wacker Innsbruck am Freitag (18.30 Uhr) sein Comeback im Profifußball.

Der Aufsteiger in die 2. Liga empfängt auf dem Tivoli im West-Derby Schwarz-Weiß Bregenz. Es ist ein Duell zweier Traditionsvereine, die dank internationaler Partner hohe Ziele haben. Bregenz hat sich einen japanischen Investor geangelt, Wacker gehört zum Imperium von Los Angeles FC.

„Das Ziel war immer, man will mittelfristig zurück in den Profifußball. Da gehört Wacker Innsbruck eindeutig hin. Wacker ist vom Namen, den Fans und dem Umfeld ein Top-Verein“, sagte Vereinspräsident Hannes Rauch im APA-Gespräch. Der Durchmarsch von der fünften Leistungsstufe gelang mit drei Meistertiteln in Folge und dank Hilfe aus Kalifornien. „Mit der Partnerschaft mit LAFC ist es erst so schnell möglich geworden“, erklärte Rauch. Der Club aus der Major League Soccer war 2023 als Partner eingestiegen und hat sein Engagement in diesem Jahr weiter ausgebaut. An der in eine eigene Gesellschaft ausgegliederten Profimannschaft übernahmen die Amerikaner 99 Prozent, gaben die Anteile an den Grasshoppers Zürich ab und erklärten Wacker zu ihrem exklusiven Europa-Partner.

Großes Netzwerk von LAFC

Eine Entwicklung, die vorgezeichnet war. „Was jetzt passiert, hat man schon beim Einstieg vor drei Jahren klar definiert“, sagte Rauch. „Ein Partner wie LAFC bietet wirtschaftliche Stabilität und sportliche Perspektive in einem Netzwerk.“ Das Netzwerk geht über den Stammverein hinaus. LAFC ist über Red&Gold Football, einem Joint Venture mit Bayern München unter Leitung des ehemaligen Salzburg-Geschäftsführers Jochen Sauer, an Clubs in Gambia, Uruguay, Südkorea und Ecuador beteiligt. Mit diesem internationalen Know-how will man endgültig einen Schlussstrich unter ein Vierteljahrhundert schmerzhafter Fußballgeschichte ziehen.

„Die wirtschaftliche Stabilität ist das Wichtigste, danach kommt der sportliche Erfolg“, betonte Rauch mit Blick auf die Vergangenheit. Der Club, unter dem Namen Wacker Innsbruck in den 70er-Jahren fünfmal Meister und als Nachfolgeverein FC Tirol ebenfalls fünffacher Champion, hat einen Konkurs im Jahr 2022 hinter sich, der zum Zwangsabstieg führte. Als FC Tirol hatte es auch schon im Jahr 2002 einen kapitalen Konkurs gegeben. „Der Verein hat sich komplett stabilisiert, wir merken das auch, was das Umfeld betrifft, wir sind in der Stadt- und Landespolitik und auch im Sponsorenbereich ein attraktiver Partner“, sagt Rauch nun. Attraktiv ist Wacker auch bei den Fans, durchschnittlich 3.000 Fans wurden in den Regionalliga-Heimspielen gezählt.

ADMIRAL Bundesliga als großes Ziel

Nun gilt es, in der zweiten Liga schnell Fuß zu fassen. „In den ersten Spielen müssen wir in der Liga ankommen, aber im gesamten Saisonverlauf wollen wir uns im vorderen Tabellendrittel festsetzen. Unser Motto ist: Alles kann, nichts muss“, erklärte der Vereinspräsident. Im Visier ist aber auch der nächste Aufstieg, der nicht zu lange auf sich warten lassen soll. „Es ist klar definiert, dass wir nicht jahrelang in der 2. Liga verweilen wollen. Das Ziel ist, mit LAFC klar definiert, die Bundesliga. In zwei, drei Jahren sollte das machbar sein“, offenbarte Rauch. Bewerkstelligen soll das Trainer Sebastian Siller mit vielen Tiroler Spielern und jungen Profis mit Entwicklungspotenzial. In diese Kategorie fallen die zwei jeweils 20-jährigen Leihspieler des LAFC. Stürmer Adrian Wibowo aus Indonesien und Mittelfeldspieler Matt Evans aus Guatemala, beide schon Nationalspieler, sollen in Innsbruck Erfahrung sammeln.

Japanischer Investor in Bregenz

International tritt auch SW Bregenz auf. Die Vorarlberger sind dem Abstieg nur entgangen, weil kein Verein aus der Ostliga aufstieg, und setzen nun auf Unterstützung aus Japan. Takashi Okuri ist mit seiner Nippon Rika Industries Corporation bei den Bregenzern eingestiegen und bringt eine Kooperation mit Tochigi City mit. Der rund 100 km nördlich von Tokio beheimatete Club schaffte in drei Jahren den Aufstieg von der fünften in die zweite japanische Liga. Trainer Martin Brenner hat eine entsprechend multinationale Mannschaft zur Verfügung. Bregenz hat unter anderem fünf Japaner, darunter Torhüter Peter Kwame Aizawa und Spielmacher Genta Omotehara, und vier Brasilianer unter Vertrag.

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