Der Favorit liefert: Odermatt siegt – Österreicher jubeln trotzdem

Zwei Rennen, zwei Siege: Alpinski-Weltcupsieger Marco Odermatt ist gleich zu Beginn der Olympiasaison in Form. Mit dem Super-G-Triumph in Copper Mountain verhinderte der Schweizer am Donnerstag einen möglichen ÖSV-Dreifacherfolg. Denn hinter dem Weltmeister landeten Vincent Kriechmayr, Raphael Haaser und Stefan Babinsky auf den Rängen zwei bis vier. „Hut ab vorm Odi. Natürlich haben wir mit ihm gerechnet. Aber ich glaube, wir haben uns auch gut präsentiert“, sagte Kriechmayr.

Der Oberösterreicher verpasste nur um 8/100 Sek. seinen 19. Weltcupsieg, Haaser um 13/100 seinen ersten. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber für das haben wir ein paar Sachen nicht ganz optimal erwischt, vor allem beim Start waren wir geschlossen langsam. Das darf uns natürlich nicht passieren. Aber grundsätzlich ist es ganz okay. Wir freuen uns auf die kommenden Rennen“, erklärte Kriechmayr. Dem knappen Rückstand auf Odermatt trauerte der 34-Jährige jedenfalls nicht hinterher. „Ich habe schon so viel Hundertstel-Fett’n gehabt. Man darf schon zufrieden sein.“

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ÖSV-Duell mit Odermatt

Genau das war Odermatt. „Es war ein sehr cooles Rennen für mich, ich habe genau meinen Plan durchgefahren“, meinte der 28-Jährige und konnte sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Ein Dreifachsieg für die Österreicher zum Start in die Speedsaison, das hätten wir uns nicht erhofft. Deshalb bin ich froh, dass ich da noch dagegen ankämpfen konnte.“ Gleichzeitig lobte der Eidgenosse die Konkurrenz aus dem Nachbarland. „Dass die Österreicher brutal stark sind, das wissen wir jetzt.“

Hoffnung machte Haaser der knappe Rückstand zu Odermatt. „Den Zeitabständen nach ist er vielleicht ein bissl menschlicher geworden. Es fehlt nicht viel, aber es heißt dranbleiben und in Zukunft zurückschlagen“, sagte der Tiroler, der seine Leistung zufrieden bewertete. „Im Großen und Ganzen passt es einmal zum Anfang.“ Auch Babinsky resümierte positiv. „Ich habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe.“ Lukas Feurstein betrachtete Rang sechs mit gemischten Gefühlen. „Ich wollte vielleicht ein bissl zu viel. Aber trotzdem ist es ein solider Start, das nehme ich gerne mit“, sagte der Vorarlberger.

Gelungenes Speed-Comeback von Schwarz

Ein kleines Comeback feierte Marco Schwarz, der Kärntner wurde bei seinem ersten Speedrennen seit gut zwei Jahren 17. „Ich bin irrsinnig froh, dass ich wieder zurück bin“, meinte der 30-Jährige, der in der ersten Rennhälfte stark unterwegs war, unten aber nach einem Fahrfehler Zeit liegenließ. „Das Adrenalin war sehr, sehr hoch im Starthaus, ich war echt nervös. Aber vom Kopf her war ich voll bereit und ich bin megahappy, dass ich auch da wieder zurück bin“, erklärte „Blacky“ mit Blick auf die Hochgeschwindigkeitsdisziplinen.

Zufrieden bilanzierte auch der Cheftrainer mit dem Ergebnis des ÖSV-Speedteams. „Es hat sich bestätigt, was wir in den Trainings gesehen haben, dass sie wirklich auf einem sehr guten Weg sind. Es freut mich extrem, dass sie in so einer mannschaftlich geballten Stärke das abliefern haben können“, sagte Marko Pfeifer, der die gute Stimmung in der Truppe lobte. „Die Jungs pushen sich heuer ganz extrem. Es fällt auf, dass da eine richtig gute Dynamik drinnen ist. Es tut einmal gut zu wissen, dass wir mannschaftlich schnell dabei sind.“

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(APA) / Bild: Imago