Djokovic zieht mit Federer gleich – auch Sinner weiter

Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic hat in Wimbledon das Achtelfinale erreicht und sich den nächsten Eintrag in den Geschichtsbüchern gesichert.

Durch das 7:5, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4) gegen den Franzosen Arthur Rinderknech feierte der Serbe seinen 105. Sieg im All England Club. Damit zog er mit dem achtmaligen Gewinner Roger Federer gleich, der bislang der alleinige Rekordhalter im Männer-Einzel gewesen war.

Auch der italienische Weltranglistenerste Jannik Sinner steht im Achtelfinale. Der Titelverteidiger setzte sich souverän 6:4, 6:3, 6:4 gegen den Weltranglisten-81. Jenson Brooksby aus den USA durch und erreichte im fünften Jahr in Folge das Achtelfinale an der Church Road.

In Wimbledon will Djokovic in diesem Jahr auch nach Titeln mit der Schweizer Tennisikone Federer gleichziehen. Nach seinem starken Auftritt in Runde zwei gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas hatte Djokovic mit Rinderknech, der 2025 Alexander Zverev in der ersten Runde rausgeworfen hatte, aber deutlich mehr Mühe auf dem Centre Court.

Medwedew überraschend gegen Struff out

Jan-Lennard Struff hat für eine Überraschung in Wimbledon gesorgt und erstmals das Achtelfinale beim Rasenklassiker erreicht. Der Deutsche gewann am Freitag 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5 gegen den früheren russischen Weltranglistenersten Daniil Medwedew, gegen den er vor zwei Jahren im All England Club noch in der dritten Runde gescheitert war.

Im zehnten Duell auf Tourlevel feierte Struff seinen erst zweiten Sieg gegen den US-Open-Sieger von 2021. Zuletzt hatte er sich vor fünf Jahren beim Heimspiel in Halle gegen den Vorjahres-Viertelfinalisten durchgesetzt. Zudem war es sein erster Erfolg in Wimbledon gegen einen Top-10-Spieler. Im Achtelfinale trifft der 36-Jährige nun auf Hubert Hurkacz aus Polen.

Sabalenka souverän, auch Pegula weiter

Einen echten Formtest hat die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka überstanden. Die Spielerin aus Belarus, die bisher noch keinen Rasentitel geholt hat, hatte das bisher letzte Duell mit der unberechenbaren Lettin Jelena Ostapenko im Stuttgart-Finale 2025 verloren. Nun stellte sie im Head-to-Head auf 4:1.

Während die als Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Jessica Pegula gegen die Bezwingerin von Anastasia Potapova, Jessica Bouzas Maneiro, nur vier Games abgab, hatte ihre Landsfrau Coco Gauff weit mehr Mühe. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin musste gegen ihre Landsfrau und Qualifikantin Claire Liu überraschend über drei Sätze, ehe sie mit einem 6:3,6:7(5),6:2-Erfolg in ihr viertes Wimbledon-Achtelfinale einzog. 2019 hatte Gauff ebendort erstmals für Furore gesorgt, weiter ist sie bisher an der Church Road noch nie gekommen. Die nächste Gegnerin der 22-Jährigen ist die Schweizer Olympiasiegerin Belinda Bencic.

Werbung