Emotionales OÖ-Derby: Tabellenführer LASK empfängt Ried
Drei Spiele, drei Siege, 12:0 Tore: Fußball-Meister LASK will den makellosen Saisonstart im Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried am Freitag (ab 19:00 live & exklusiv auf Sky Sport Austria – mit Sky X streamen!) prolongieren. Die Linzer schlossen im Cup und in der Liga an die Leistungen der Double-Saison an und könnten in der 3. Runde die Tabellenführung mit einem Heimsieg untermauern. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer freut sich auf ein emotionales Duell gegen die Innviertler. „Das Derby ist immer anders zu bewerten.“
Denn in der vergangenen Saison jubelten die Rieder über einen 3:1-Auswärtssieg in Linz. „Wir haben letztes Jahr das Derby verloren und werden alles daransetzen, es zu gewinnen“, betonte Kühbauer nun. Im Februar glichen die Linzer im Innviertel in letzter Minute zum 1:1 aus, im Cup-Halbfinale setzte sich der LASK in einem hitzigen Match mit 2:1 nach Verlängerung durch. „Es wird sicher ein emotionales Spiel und wir freuen uns auf die Aufgabe“, sagte Kühbauer und prophezeite: „Ich gehe von Emotionen aus, die nicht ausufern.“
Anders als nach dem Cupsieg, als Kühbauer seinem Gegenüber Maximilian Senft das Shakehands verwehrte. Zuvor hatten die LASK-Spieler für die Rieder zu provokativ gefeiert, die Gäste sahen sich wiederum anhaltenden Beleidigungen ausgesetzt. „Emotionen gehören zum Fußball dazu. Am Platz Emotion, auf der Bank nicht“, erklärte Kühbauer.
Kalajdzic wird verabschiedet
Emotionale Momente wird es bereits vor dem Anpfiff geben. Torjäger Sasa Kalajdzic, der in der Double-Saison von Wolverhampton an die Linzer verliehen war, wird offiziell verabschiedet. Der ÖFB-Stürmer kehrte im Sommer zum Premier-League-Absteiger zurück, wo laut Medienberichten allerdings nicht mehr mit ihm geplant werden soll. „Ich würde ihn durch Linz tragen, wenn er wieder zu uns kommt“, kündigte Kühbauer an. Der Vertrag des 29-Jährigen bei den „Wolves“ läuft noch ein Jahr, ein Wechsel in eine Topliga scheint aufgrund des Gehalts in Millionenhöhe wahrscheinlicher.
Für den LASK geht es zudem um eine gelungene Generalprobe für den Europacup-Schlager gegen Celtic. Die Schotten sind die letzte Hürde auf dem Weg in die Champions League, am Mittwoch steht das Hinspiel in Glasgow auf dem Programm. „Es wäre schlimm, wenn wir schon an Celtic denken würden“, betonte Kühbauer. „Wir sind total auf Ried fokussiert, alles andere wäre nicht in Ordnung.“
Ried will „etwas mitnehmen“
Die Innviertler wollen im 70. OÖ-Derby den ersten Saisonsieg in der Liga feiern. Nach einem 1:1 bei Aufsteiger Austria Lustenau mussten sich die Rieder am Sonntag Rapid knapp mit 1:2 beugen. „Wir gehen als Underdog in dieses Derby, sind aber sehr optimistisch, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans aus Linz etwas mitnehmen können“, sagte Stefan Schwab.
Für SVR-Cheftrainer Milos Despotovic ist sein erstes Oberösterreich-Derby etwas Besonderes. „Jetzt fahren wir zum Tabellenführer und wissen, dass der LASK viel Qualität in seinen Reihen hat. Für uns ist das eine reizvolle Aufgabe“, sagte der Coach. Schwab ergänzte: „Wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen, uns defensiv klar steigern und auch offensiv noch besser werden.“