"Er wird gemobbt": Mourinho verteidigt Real-Star Vinicius

Mobbing gegen Vinicius Jr.! Mourinho verteidigt Real-Star

Real-Madrid-Trainer Jose Mourinho hat sich am Samstag vor seinen Starspieler Vinicius Junior gestellt.

„Er ist kein Heiliger, aber was sie ihm antun, ist unerträglich, und das fängt schon in der ersten Minute an“, sagte der Portugiese nach dem 2:1-Sieg in der spanischen Fußballmeisterschaft bei Espanyol Barcelona. „Wir leben zwar in einer Zeit, in der Mobbing gesellschaftlich bekämpft wird, aber Vini wird trotzdem gemobbt – vom Gegner und von den Zuschauern“, sagte Mourinho.

„Es ist etwas, das bereits ein festes Muster hat, etwas, das sich von Gegner zu Gegner wiederholt. Das ist frustrierend für ihn.“ Vinicius müsse seine Emotionen „gut im Griff haben“, sagte der Real-Coach. Er habe darüber mit dem Brasilianer auch gesprochen und ihm geraten, „darauf zu achten, wie er jubelt, wenn er ein Tor schießt“. Vinicius eckt mit seiner oft provokanten Art bei vielen gegnerischen Fans an. Viele werfen dem Offensivspieler zudem vor, bei Zweikämpfen zu leicht zu fallen und so Freistöße oder Elfmeter herausholen zu wollen.

Mourinho und Vinicius haben Vorgeschichte

Die Kontroverse weckte auch Erinnerungen an die vergangene Saison, als Mourinho Trainer von Benfica Lissabon war und Vinicius während eines Champions-League-Spiels von Benfica-Spieler Gianluca Prestianni beschimpft wurde. Prestianni wurde später von der UEFA wegen diskriminierenden Verhaltens, das als homophob eingestuft wurde, für sechs Spiele gesperrt.

Mourinho war damals heftig kritisiert worden, weil er erklärt hatte, Vinicius habe das Publikum mit seinen Torjubeln aufgehetzt und Benfica sei alles andere als rassistisch, da der größte Spieler des portugiesischen Vereins, Eusebio, ebenfalls schwarz sei.

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