Gegen Italien im Fokus: Frankreich-Trainer Zinedine Zidane

Erinnerungen an 2006: Zidane bei Heimdebüt gegen Italien

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Vier Tage nach dem 4:1 in der Türkei peilt Italiens in der jüngeren Vergangenheit gedemütigte Fußballauswahl in der Nations League wieder Zählbares an und will bei WM-Halbfinalist Frankreich am Freitag (20.45 Uhr) das nächste Statement abgeben. Im Fokus steht dabei Frankreich-Coach Zinedine Zidane. In seinem letzten Teamspiel als Aktiver setzte er im WM-Finale 2006 den unrühmlichen Kopfstoß gegen Marco Materazzi, nun steht er an der Seitenlinie.

Das emotionale Ende eines verlorenen Endspiels ist freilich nicht die einzige Verbindung Zidanes zu Italien. Bei der WM 1998 räumte er die Azzurri mit Frankreich auf dem Weg zum Titel im Viertelfinale aus dem Weg, bei der EM 2000 setzten sich Zidanes Les Bleus im Endspiel gegen Italien ebenfalls durch. Zudem kickte er fünf Saisonen für Juventus Turin, einige Male gegen Italiens aktuellen Coach Roberto Mancini. Durchaus passend also, dass der heute 54-Jährige beim Heimdebüt als Frankreich-Teamchef den vierfachen Weltmeister empfängt.

In den ersten beiden Partien durfte Zidane zwei 1:0-Erfolge in der Türkei und Belgien bejubeln – letzterer in Abwesenheit des am Knie verletzten und weiter fehlenden Stars Kylian Mbappe sowie trotz heftiger Rotation. Die Italiener, die nach verpasster WM mit dem 0:2 gegen Belgien beim Neu- einen Fehlstart hingelegt hatten, betrieben gegen die Türkei Frustbewältigung und hoffen nun im dritten Spiel von Gruppe A1 auf einen wahren Befreiungsschlag. „Gegen eine so starke Mannschaft zu spielen, ist auch eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wo wir stehen“, meinte Innenverteidiger Giorgio Scalvini, einer aus Mancinis junger Garde.

Schweden von Krankheitswelle betroffen

Mit Sorgen ganz anderer Art schlägt sich aktuell Schweden herum. Vor dem Duell mit Bosnien-Herzegowina in Zenica (20.45) muss der Tabellenführer von Gruppe B4 nach einer Krankheitswelle im Teamcamp auf fünf weitere Spieler verzichten. Stürmer Alexander Isak hat den Kader bereits mit einer leichten Verletzung verlassen, Yasin Ayari, Benjamin Nygren, Gustaf Lagerbielke, Elliot Stroud und Patrik Walemark traten die Reise erkrankt nicht an.

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