Großer Rückstand für Feller nach erstem WM-Durchgang
ÖSV-Hoffnung Manuel Feller hat beim WM-Slalom in Saalbach nach dem ersten Durchgang nur noch geringe Chancen auf den WM-Titel. Auf den führenden Franzosen Clement Noel hat Feller als Sechster einen deutlichen Rückstand von 1,28 Sekunden.
Das Podest ist für Feller hingegen noch nicht ganz außer Reichweite, auf die Bronzemedaille fehlen dem 32-Jährigen „nur“ 0,64 Sekunden. Hinter Noel reihten sich Loic Meillard (+0,19) und Atle Lie McGrath (+0,64) auf den Rängen zwei und drei ein.
Kurz hinter Feller reihte sich Landsmann Fabio Gstrein als Neunter mit 1,50 Sekunden Rückstand auf Noel ein. ÖSV-Läufer Dominik Raschner (+2,50) hat mit der Medaillenvergabe nichts mehr zu tun. Marco Schwarz rutschte bereits kurz nach dem Start auf dem Innenski weg und schied aus.
Auch Publikumsliebling Lucas Pinheiro Braathen (+1,51) und Titelverteidiger Henrik Kristoffersen (+1,59) liegen im Hintertreffen. Der zweite Lauf beginnt um 13:15 Uhr.
Feller: „Gespürt, dass es nicht ideal ist“
„Ich habe gespürt, dass es nicht ganz ideal ist. Es ist sehr viel Radius auf dem Kurs drauf und ich habe eher Tempo verwaltet, als Tempo gesucht. Es war in die Ausfahrt, die Schrägfahrt und ins Ziel rein bei weitem zu wenig“, sagte Feller im ORF. Zu einer Medaille sei es „ein großer Abstand“, er werde es ähnlich anlegen müssen wie im Kombi-Slalom. Da fädelte er allerdings nach Zwischenbestzeit ein.
„Angefühlt hätte es sich nicht so blöd, aber ich bin selbst ein bisschen erschrocken im Ziel“, sagte Gstrein angesichts des Rückstands. Der Schladming-Dritte von zuletzt musste bereits bei etwas schattigeren Verhältnissen fahren. „Es ist Freiluftsport, mit dem müssen wir arbeiten und einfach im zweiten Durchgang angasen.“
Noel hat bisher 14 Weltcup-Slaloms gewonnen und wurde 2022 Olympiasieger. Mit seiner ersten WM-Medaille würde der 27-Jährige auch den französischen Skiverband vor medaillenlosen Titelkämpfen in Saalbach bewahren.
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Bild: GEPA
