Frankreich gewinnt bei Zidane-Premiere knapp – Niederlage für Italien
Heimpleite für Italiens Rückkehrer Roberto Mancini, Auswärtssieg für Frankreichs Neuling Zinédine Zidane: Die beiden Trainer-Ikonen sind grundverschieden in ihre neuen Jobs gestartet.
Italien unterlag Belgien mit dem ebenfalls neuen Coach Mark van Bommel 0:2 (0:1) und liegt in der Gruppe A1 der Nations League zunächst hinter Frankreich. Die Équipe Tricolore gewann trotz Sorgen um Torschütze Kylian Mbappé 1:0 (0:0) in der Türkei.
Für Italien begann der geplante Neuaufbau nach der dritten verpassten WM in Folge mit einem Rückschlag. Im Olympiastadion von Rom sorgte Mika Godts von Paris Saint-Germain mit der belgischen Führung (20.) schnell für lange Gesichter.
Nach einem Patzer im Spielaufbau fand Altstar Kevin de Bruyne Godts und ließ Italiens Abwehr alt aussehen (20.). Gianluigi Donnarumma rettete seine Elf in der ersten Halbzeit vor weiteren Gegentreffern. Belgien lag verdient voran, mit Pausenpfiff waren von den Rängen Pfiffe zu hören.
Die Italiener kamen klar verbessert aus der Kabine. Moise Kean kam dem Ausgleich rasch nahe, statt Donnarumma stand nun Senne Lammens im belgischen Gehäuse vermehrt im Mittelpunkt. Das Tor schossen aber die Gäste. Dodi Lukebakio zog den Konter aus der eigenen Spielhälfte an und schloss platziert ab (69.). Italien ließ nichts unversucht, scheiterte aber auch an der Chancenverwertung. So verfehlte im Finish auch Giorgio Scalvini aus wenigen Metern das Gehäuse. Nach Spielende ertönten erneut Pfiffe.
Sorge um Mbappe bei Zidane-Debütsieg
Deutlich besser als Mancini erging es Zidane. Der Nachfolger von Weltmeister-Trainer Didier Deschamps, der Les Bleus stolze 14 Jahre lang betreut hatte, erlebte in Kocaeli ein heißes Duell. Kapitän Mbappé wurde bei jeder Ballberührung ausgepfiffen, Schiedsrichter Felix Zwayer hatte alle Hände voll zu tun.
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Nach dem erfolgreichen Zweckfußball von Vorgänger Didier Deschamps versprechen sich Frankreichs Anhänger von „Zizou“ auch Spektakel. Die Türkei wollte dabei nicht mitspielen. Die bei der WM enttäuschende Elf des Italieners Vincenzo Montella lief zwar ersatzgeschwächt ein – u.a. fehlten Hakan Calhanoglu und Kenan Yildiz ebenso wie Mert Müldür verletzt -, die Hausherren vermochten aber Nadelstiche zu setzen.
Mbappe jubelt – und muss vom Feld
Für die Franzosen näherte sich Rekordtorschütze Mbappe erstmals nach 17 Minuten dem Tor an. Richtig Druck bauten sie in den Minuten vor der Pause auf. Bei der besten Möglichkeit war der türkische Keeper Ugurcan Cakir bei einem Linksschuss von Michael Olise gerade noch mit den Fingerspitzen zur Stelle. Adrien Rabiot schoss kurz darauf über das Tor.
Die Türken erwischten den Favoriten nach der Pause fast eiskalt. Ismail Yüksek war nach einem Eckball völlig frei, der Kopfball fiel aber zu zentral auf Mike Maignan aus. Die Führung schoss deshalb Frankreich heraus. Olise profitierte von einem Fehlpass der Türken und fand Mbappe, der wuchtig abschloss. Der Stürmerstar verletzte sich dabei ohne Fremdeinwirkung am linken Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Frankreich war nach dem 1:0 vermehrt im Verwaltungsmodus, spielerischen Glanz gab es wenig. Cakir klärte in den Schlussminuten gegen Bradley Barcola außerhalb des Strafraums mithilfe des Oberarms und kassierte dafür noch Rot (87.).
