KAC und Graz99ers vergeben "Matchpucks" zum Halbfinale

Halbfinale muss warten: KAC und Graz99ers vergeben „Matchpucks“

Red Bull Salzburg bleibt vorerst der einzige Halbfinalist in der ICE Hockey League: Weder der KAC, noch die Graz99ers nutzten am Dienstag im fünften Spiel der „best of seven“-Viertelfinalserie ihre ersten „Matchpucks“ zum Aufstieg. Der KAC unterlag zu Hause dem HC Pustertal mit 2:4, die Rotjacken führen in der Serie noch 3:2. Die 99ers unterlagen in der vierten Overtime en suite in der Serie in Linz mit 1:2. Der VSV war in Bozen beim 1:6 chancenlos.

Am spannendsten verlief einmal mehr die ungeheuer enge Serie zwischen den Black Wings Linz und den Graz 99ers. In Linz wurde gar ICE-Geschichte geschrieben, denn innerhalb von acht Tagen zum vierten Mal in Folge und damit erstmals überhaupt musste eine Serie in die Overtime. Die Grazer, die mit einer 3:1-Führung im Rücken auf gegnerischem Eis den Sack zumachen wollten, haben nun am Freitag auf eigenem Eis die Chance, ihr insgesamt drittes Halbfinale nach 2004 und 2019 zu erreichen. Brian Lebler, der das entscheidende Tor in der 70. Minute erzielte, war erleichtert. „Es ist eine starke Serie, so eng. Die Stimmung hier war heute unglaublich, weiter so“, sagte der Kapitän der Oberösterreicher.

Die Linzer gingen in der 7. Minute nach einem satten Schuss von Logan Roe von der blauen Linie in Führung. Diese brachten die Hausherren auch in die erste Pause. Die Gäste steigerten sich in der zweiten Hälfte aber und kamen so durch Kevin Roy nach Zuspiel von Stephen Harper in der 37. Minute zum verdienten Ausgleich. Dramatik pur im Schlussabschnitt, als die Linzer ab Minute 52 eine 5:3-Überlegenheit für 56 Sekunden nicht nutzen konnten. Das Match ging schon wieder in die Verlängerung, die den Black Wings doch noch den Sieg brachte.

Auch favorisierter KAC vergab „Matchpuck“

In Klagenfurt mussten die favorisierten Hausherren, die die jüngsten sieben Heimspiele gegen den HC Pustertal allesamt gewonnen hatten, eine Niederlage zur Kenntnis nehmen. Die „Wölfe“ schafften einen Blitzstart durch Austin Osmanski, der nach 79 Sekunden die 1:0-Führung herstellte. Raphael Herburger gelang in der 11. Minute nach Zuspiel von Steven Strong der Ausgleich. Nach dem ersten Seitenwechsel waren es aber wieder die Gäste, die für Torjubel sorgten: Tyler Coulter stellte in der 23. Minute auf 2:1 für die Südtiroler.

Im Schlussabschnitt konnten die „Rotjacken“ zunächst ihr erstes Powerplay nicht nutzen, und zwei Minuten später erhöhte Brett Findlay auf 3:1 (46.) für die Gäste. Kevin Clark verschaffte dem Rekordmeister mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 (51.) zwar noch einmal Hoffnung, doch Tyler Coulter markierte mit einem Empty-net-Treffer zum 4:2 den Sieg.

Bozen mit starkem Mitteldrittel zum Sieg

In Bozen gingen die Gastgeber durch Dustin Gazley (4.) und Adam Helewka (18.) mit 2:0 in Führung, doch Thomas Vallant gelang 57 Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel der wichtige Anschlusstreffer für den VSV. Dank eines überragenden Mitteldrittels samt Triple-Schlag durch Antony Salinitri (26.), Brad McClure (27.) und erneut Helewka innerhalb von nur 80 Sekunden sorgten die Bozener für die vorentscheidende 5:1-Führung. Nochmals McClure (32.) traf zum 6:1. Das Match war gelaufen, der Schlussabschnitt verlief torlos. Bozen führt nun in der Serie 3:2.

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(APA)/Bild: Imago