„Hat eigene Gesetze“: Fitz gibt Derby-Prognose ab
Dominik Fitz war in den vergangenen Jahren eine zentrale Figur bei Austria Wien – sportlich wie emotional. Besonders in der letzten Saison vor seinem Wechsel in die MLS war das violette Eigengewächs oft der Spieler, der den Unterschied gemacht hat. Auch wenn er mittlerweile für Minnesota United in der MLS aufläuft, schlägt sein Herz weiterhin violett. Vor dem 347. Wiener Derby spricht Dominik Fitz über seine erste Zeit in den USA, seinen Kontakt zur Austria und wie er die Ausgangssituation vor dem Derby sieht.
Johannes Brandl: Dominik, wie gut haben Sie sich schon eingelebt? Wie war die Umstellung von Wien nach Minneapolis?
Dominik Fitz: Ich habe mich schon ganz gut eingelebt. Die Mitspieler und alle im Verein sind wirklich sehr nett – das hat mir geholfen, mich schnell wohlzufühlen. Die ersten Wochen war ich im Hotel, jetzt habe ich eine Wohnung gefunden und fühle mich jetzt nochmal ein Stück mehr angekommen. Es ist schön, einen festen Ort zu haben, an dem man sich zurückziehen kann – das hilft auch, den Alltag besser zu strukturieren und sich voll auf den Fußball zu konzentrieren.
Johannes Brandl: Für Ihren neuen Verein haben Sie drei Spiele absolviert, bei Ihrem Debüt gab es einen 3:1-Sieg gegen San Diego, bei Ihrem ersten Startelfeinsatz eine Niederlage nach Verlängerung im US-Open-Cup-Halbfinale gegen Austin, zuletzt ebenfalls eine 0:3-Niederlage gegen Chicago. Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
Dominik Fitz: Das Spiel hier ist definitiv nicht mit dem in Österreich zu vergleichen. Es ist deutlich intensiver – vor allem was das Laufpensum und die körperliche Härte betrifft.
Johannes Brandl: Wie gut sind Sie schon in die Abläufe integriert, wie haben Sie Ihr Spiel auf die MLS adaptiert?
Dominik Fitz: Ganz gut, aber da ist definitiv noch Luft nach oben. Es wird sicher noch etwas dauern, bis ich meine Mitspieler besser kenne und wir uns auf dem Platz noch besser verstehen.
Fitz: „Verfolge die Spiele zumeist im Live-Ticker“
Johannes Brandl: In einem Interview mit dem Verein haben Sie von Ihrer Vorliebe für Austropop gesprochen, kennen Ihre Mitspieler schon den einen oder anderen Hit aus Ihrer Playlist?
Dominik Fitz: Leider kennt hier noch niemand Austropop-Lieder – aber das kommt mit der Zeit bestimmt noch!
Johannes Brandl: Verfolgen Sie noch die österreichische Bundesliga, mit der 7-stündigen Zeitverschiebung finden die Begegnungen meist am Vormittag statt. Haben Sie Zeit, die Spiele zu schauen?
Dominik Fitz: Ja, ich verfolge die Spiele zumeist im Live-Ticker.
Johannes Brandl: Mit welchen ehemaligen Mitspielern stehen Sie noch in regelmäßigem Kontakt?
Dominik Fitz: Mit meinem ehemaligen Zimmerkollegen Johannes Handl natürlich, aber auch mit Manfred Fischer, Philip Wiesinger oder Samuel Sahin-Radlinger stehe ich in Kontakt.
„Freue mich total, dass sie wieder in die Spur gefunden haben“
Johannes Brandl: Für die Austria gab es zuletzt drei Siege am Stück, wie bewerten Sie die Situation bei Ihrem Ex-Klub?
Dominik Fitz: Ich freue mich total, dass sie wieder in die Spur gefunden haben und zuletzt ein paar Spiele gewinnen konnten. Ich hoffe, dass es so weitergeht!
Johannes Brandl: Am Sonntag findet das 347. Wiener Derby statt, fiebern Sie diesem Spiel auch 8000 Kilometer entfernt entgegen?
Dominik Fitz: Auf jeden Fall – das ist immer ein besonderes Spiel.
„Derby hat eigene Gesetze“
Johannes Brandl: Wie sehen Sie die Ausgangsposition?
Dominik Fitz: Das Derby hat bekanntlich eigene Gesetze. Auch wenn Rapid momentan überragend unterwegs ist, denke ich, dass es wieder ein ausgeglichenes Spiel wird.
Johannes Brandl: Wer gewinnt das Derby?
Dominik Fitz: Ich denke, es wird ein Unentschieden.
SK Rapid vs. FK Austria Wien am Sonntag ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – mit Sky Stream live dabei sein!
Beitragsbild: GEPA