„Hat etwas gefehlt“: Salzburg hadert mit Standards und Ausfällen

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Salzburg hat beim ersten Auftritt nach der dreiwöchigen Länderspielpause in der Fußball-Bundesliga nicht überzeugen können.

Dass die „Bullen“ mit einem 0:0 beim heimstarken GAK auch im 15. Pflichtspiel unter Trainer Danny Röhl ungeschlagen blieben, war in die Rubrik schmeichelhaft einzuordnen. „Im Endeffekt waren wir nicht gut genug“, befand Salzburgs Trainer. Die Grazer nehmen die Top sechs ins Visier. „Das wollen wir unbedingt erreichen“, betonte GAK-Goalie Cican Stankovic.

Heimserie hält! GAK holt Remis gegen Salzburg

Den dritten Pflichtspielsieg in Folge hätten die Salzburger gerne mitgenommen. „Dafür hat aber ein bisschen etwas gefehlt, da sind wir kritisch genug“, betonte ein enttäuschter Röhl. Sein Team war immer wieder anfällig, vor allem bei Standardsituationen. Bei GAK-Abschlüssen von Yannick Oberleitner (46.), Anderson (50.) und Jacob Italiano (76.) musste dreimal das Aluminiumgehäuse retten. Zudem fehlte auch selbst in der Offensive die Effizienz. Karim Konate traf die Stange (38.), im Finish fanden die „Joker“ Gaoussou Diakite (86.) und Haris Tabakovic (95.) ihren Meister in Stankovic, der gegen seinen Ex-Club stark hielt.

Länderspielpause Vorteil für GAK

„Gerade in den letzten 20 Minuten, wo man merkt, das Spiel geht auf, muss man bessere Entscheidungen treffen“, forderte Röhl. Das betreffe vor allem das Spiel im letzten Drittel, wo der Deutsche Steigerungsbedarf ortete. „Manchmal müssen wir das Dribbling suchen, spielen aber den Ball zu früh ab, manchmal dann wieder zu spät. Insgesamt haben wir uns nicht mehr als den Punkt verdient“, meinte Salzburgs Coach. Völlig überraschend kam der eher schwächere Auftritt nicht. Aufgrund zahlreicher Einsätze in diversen Nationalteams fehlte ein Großteil des Kaders in der ungewöhnlich langen „Pause“. „Der GAK konnte hingegen relativ voll trainieren“, wies Röhl hin.

Als Ausrede wollte er das nicht verstanden wissen. „Wir hatten genug Qualität auf dem Platz, um zu gewinnen. Dafür musst du aber bei 100 Prozent sein.“ Dass das nicht der Fall war, ließ auch Goalie Christian Früchtl nach seinem Ligadebüt im Salzburg-Dress durchblicken. „Wir waren vielleicht nicht voll da“, sagte der Deutsche. Am Donnerstag im Schlager der Europa League gegen AC Milan wird er wohl wieder ins zweite Glied rücken, wie er selbst vermutete. Einsertormann Christian Zawieschitzky hatte in Graz wegen Adduktorenproblemen gefehlt.

Gegen Milan geht es im 2. Spiel um den zweiten Sieg. „Die nächste schwere Aufgabe gegen eine gute Mannschaft, das nehmen wir gerne an und werden versuchen, zu Hause wieder ein Topspiel zu machen“, sagte Röhl. Wohl auch im Hinblick auf diese Partie hatte er seine Startelf im Vergleich zum 3:0 gegen Sturm Graz an sieben Positionen verändert, Rechtsverteidiger Stefan Lainer kam zu seinem ersten Saisoneinsatz. „Die Situation ist nicht einfach, trotzdem muss ich sie annehmen.“

GAK unter Scheiblehner „auf gutem Weg“

Gefallen hat GAK-Trainer Gerald Scheiblehner der Auftritt seines Teams. „Wir haben schon in den vergangenen Wochen stabil Leistung gebracht, heute war es ein Ausreißer nach oben von der Physis“, resümierte der 49-Jährige. Das fehlende Glück in der Offensive müsse man in Zukunft erzwingen. „Wenn man nach einem Spiel gegen Salzburg ein bisschen damit hadert, nicht zu gewinnen, dann ist man auf einem guten Weg“, meinte der Oberösterreicher. Das auch in der Tabelle mit Platz sechs. „Der GAK ist ein schlafender Riese, der schön langsam erwacht“, betonte Stankovic.

Stankovic: GAK „ein schlafender Riese, der langsam erwacht“

Unter Scheiblehner gab es in fünf Pflichtspielen zwei Siege und drei Remis. Zu Hause waren die Grazer auch schon vor seiner Zeit stark, seit dem 13. Dezember 2025 gab es keine Liga-Heimniederlage. „Die Fans pushen uns immer“, sagte Yannick Oberleitner. Im Auswärtsderby am kommenden Sonntag im Duell mit Sturm werden sie in der Unterzahl sein. „Wir können mit großer Brust antreten, Sturm kann sich anhalten“, sagte Scheiblehner. Viel Selbstvertrauen hat auch die SV Ried. Das 2:1 beim Siebenten WSG Tirol war der zweite Sieg in Folge, in den jüngsten drei Partien gab es sieben Punkte. Dadurch lachen die Innviertler noch zwei Zähler vor dem GAK von Platz fünf.

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