Heim-Doppel der Frauen in Villach im Tournee-Schatten
Etwas im Schatten der Triumphe ihrer männlichen Kollegen sind am Sonntag und am Dreikönigstag die Skispringerinnen in Villach zu Gast. Die im Vergleich zu Stefan Kraft und Co. nicht so dominanten ÖSV-Frauen hoffen, dass auf der Normalschanze der Aufwärtstrend weiter anhält. Das ÖSV-Sextett wird angeführt von der in diesem Jahr schon zweimal auf dem Podest gestandenen Lisa Eder sowie Eva Pinkelnig, die im Vorjahr in Villach zweimal Zweite geworden ist.
„Es hat uns gut getan, dass wir mal ein paar Sprünge in Ruhe gehabt haben“, berichtete ÖSV-Cheftrainer Bernhard Metzler am Samstag nach dem Training. Sein Team konnte sich auf den etwas anderen Rhythmus auf die kleinere Schanze mit „steilem Anlauf, scharfer Radius“ einstellen. „Aber was ich am Schluss gesehen habe, macht mich sehr zuversichtlich für morgen.“ Der Coach hatte wegen einer Erkrankung von Sara Marita Kramer zuletzt Chiara Kreuzer nachnominiert.
Pinkelnig und Eder heißeste ÖSV-Eisen
Pinkelnig freut sich auf die Rückkehr nach Villach – an einen Ort mit für sie guten Erinnerungen. „Ich nehme mir vor, dass es am Wochenende so weitergeht, aber da gibt es noch einiges zu tun an der Performance. Ich werde schauen wie es morgen fliegt.“ Die Umstellung von den Großbakken auf die kleine Schanze sei spannend gewesen. Der kurze Radius habe bewirkt, dass sie etwas zu früh vom Tisch war. „Aber ich habe mich ganz gut reingefunden.“
Lisa Eder ist als Gesamt-Weltcup-Fünfte und damit vorerst beste Österreicherin nach Kärnten gekommen. „Die Schanze wurde im Sommer ein bisserl umgebaut, der Tisch ist ein bisschen mehr nach unten geneigt“, sagte Eder und fügte hinzu: „Das verändert ein bisserl die Flugkurve und ist angenehmer für uns.“ Ausrechnen will sie sich für Villach nichts („Ich bin nicht so gut im Rechnen“), sondern möchte gute Sprünge zeigen. „Ich hoffe, dass uns viele Leute zuschauen kommen.“
Coach Metzler: „Können schon noch ein bisserl mehr“
Nach rund einem Viertel der Saison zog Cheftrainer Metzler eine gute, aber nicht sehr gute Zwischenbilanz. „Wir können schon noch ein bisserl mehr. Wir haben es noch nicht immer geschafft, wirklich am Punkt zu sein. Wir haben aber trotzdem Lisa schon zweimal, Eva einmal am Stockerl gehabt.“ Gemeinsam mit Jacqueline Seifriedsberger verfüge er aktuell über drei Athletinnen, die jederzeit in der Lage sind, vorne hinzuspringen. „Es wird auch das Ziel sein, mit dem Heim-Weltcup Fahrt aufzunehmen und uns vorne kontinuierlicher hinzuplatzieren.“
In Sachen WM in Trondheim (ab 27. Februar) gibt es übrigens noch keinerlei Festlegungen. „Die WM ist für uns noch kein Thema. Nach Villach gibt es eine kurze Pause, dann geht es Schlag auf Schlag“, spricht Metzler die Bewerbe in Sapporo, Zao, Willingen, Lake Placid, Ljubno und Hinzenbach noch vor den Weltmeisterschaften an.
(APA) Foto: GEPA
