Historisches ÖSV-Debakel im Kitzbühel-Slalom
Das 83. Hahnenkammwochenende in Kitzbühel fand aus österreichischer Sicht ein bitteres Ende. Manuel Feller fädelte beim Slalom am Ganslernhang als Halbzeitführender im Finale ein. Somit wurde Adrian Pertl als Neunter bester ÖSV-Läufer. Es ist das schlechteste Slalom-Ergebnis in Kitzbühel seit 1982.
Am Ende standen die ÖSV-Athleten mit leeren Händen da: Mit Adrian Pertl auf Rang neun und Fabio Gstrein auf Platz zehn schafften zwar zwei Österreicher den Sprung in die Top 10 – das Ergebnis ist dennoch historisch schlecht.
Erstmals seit 1982 stand kein Österreicher beim Slalom in Kitz unter den Top acht. 1982, beim Sieg von Ingemar Stenmark, bilanzierten die ÖSV-Läufer noch schlechter: Helmut Gstrein landete damals als bester Österreicher auf Rang zehn.
Feller: „Ich kann mir nichts vorwerfen“
Feller zeigte sich in einer ersten Reaktion gefasst. „Das ist im Slalom halt so, dass es das Einfädeln gibt. Das gibt es in keiner anderen Disziplin. Das ist den Besten schon passiert“, meinte er nach seinem Missgeschick in einer Haarnadel-Kombination. „Ich kann mir nichts vorwerfen, habe eigentlich ein gutes Gefühl gehabt. Es ist dann einfach schnell gegangen.“
Der 30-Jährige ist in Fieberbrunn und damit nur knapp zehn Kilometer Luftlinie von Kitzbühel zu Hause. Einen Heimsieg hier hatte er mehrfach als eines der größten Ziele in seiner Karriere beschrieben. „Ich habe es probiert. Ich weiß nicht, ob ich noch einmal mit so einer Form da herkomme.“ Für das Publikum tue es ihm besonders leid. „Jeder ist voller Euphorie, dann sehen sie mich nicht einmal über die erste Kuppe kommen.“
Er verspüre eine Leere, es werde einen Tag dauern, bis er das verdaut habe. „Aber das geht bei mir relativ schnell. Ich blicke nach vorne, es stehen zwei coole Rennen vor der Tür, auf die freue ich mich. Ich werde voll drauflosfahren, in Schladming gilt volle Attacke.“
(APA, Red.) / Bild: GEPA
