„Kein Spaziergang“: LASK will in Königsklasse gegen Slovan nachlegen
Der LASK ist in der Champions League auf den Geschmack gekommen. Nach dem Überraschungserfolg in Lissabon sind die Linzer erpicht, den ersten Sieg in der Königsklasse vor heimischer Kulisse nachzulegen.
Slovan Bratislava gastiert am Dienstag (ab 20 Uhr live & exklusiv auf Sky – streame mit WOW!) als „Gegner auf Augenhöhe“ in Linz, wie Dietmar Kühbauer anmerkte. Mit einem Dreier würde der LASK die Chance auf eine Top-24-Platzierung weiter erhöhen. Der slowakische Meister reist als Schlusslicht der Tabelle an.
Bei null Zählern hat Slovan 13 Gegentore in den drei Spielen gegen die AS Roma, den VfB Stuttgart und Paris Saint-Germain kassiert und dabei nur eines selbst erzielt. Dem LASK kann in dieser Partie die Favoritenrolle zugestanden werden. „Die Situation ist so, dass die Jungs wissen, dass wir uns in eine schöne Position bringen können. Mit einem Sieg hast du eine Geschichte, die großartig wäre“, sagte Kühbauer.
Kühbauer: „Wird kein Spaziergang“
Mit einem Erfolg gegen den 24-fachen slowakischen Rekordmeister (dazu 8 in Tschechoslowakei) könnte der LASK in der Tabelle vom aktuellen 24. Rang weiter nach oben klettern. Die Top 24 stehen im Frühjahr in der K.o.-Phase. Die nächste Runde führt die Athletiker nach Norwegen zu Bodö/Glimt, danach warten noch Partien gegen Fenerbahce (h), Real Madrid (a) und den FC Porto (h).
Dass der Sieg bei Sporting eine Tür aufgestoßen hat, ist Kühbauer bewusst. Er warnte aber, Slovan auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir dürfen keinen Gegner in der Champions League als leichte Aufgabe sehen. Wir wollen gewinnen, aber es ist kein Spaziergang“, betonte der LASK-Trainer. Verteidiger Xavier Mbuyamba meinte zur Ausgangslage: „Es gibt nicht wirklich einen Favoriten wie in anderen Spielen. Es geht um die Energie, die wir bringen können.“
Müdigkeit in Königsklasse kein Thema
Müdigkeit soll auf der ganz großen Bühne kein Thema sein. „Bei so einem Spiel ist der Energiehaushalt von alleine da. Da wirst du über dich hinauswachsen“, sagte Kühbauer. Er kann wieder auf den gegen die WSG Tirol geschonten Sasa Kalajdzic zählen, auch Sascha Horvath saß gegen die Tiroler lange auf der Bank. Für den Meister ist es die achte Partie binnen 24 Tagen.
Bei Slovan kam der einst aus der LASK-Jugend in die Fußballwelt ausgezogene Kevin Wimmer in der Königsklasse bisher zu zwei Kurzeinsätzen. In der Liga spielte der 33-jährige Innenverteidiger zuletzt von Beginn an, so auch beim 2:1 gegen Podbrezova am Wochenende. Der Titelverteidiger ist in der Meisterschaft hinter Dunajska Streda auf Rang zwei zu finden, der Rückstand auf den von Ex-Rapid-Coach Robert Klauß betreuten Spitzenreiter beträgt schon acht Punkte.
Wimmer freut sich über Österreich-Rückkehr
Wimmer freute sich schon nach der Auslosung über die Rückkehr in die Heimat. „In Linz bin ich praktisch aufgewachsen, das war mein erster Verein“, sagte der gebürtige Welser. Im Linzer Stadion zu spielen werde „sicher ein besonderes Gefühl“. Erwartet wird jedoch, dass der ehemalige Schützling von Kühbauer bei Rapid am Dienstag vorerst auf der Bank Platz nimmt.
Der Star der Gäste sitzt ebenfalls dort. Yaya Toure (43) gewann mit dem FC Barcelona 2009 die Champions League und mit Manchester City dreimal den Titel in der Premier League. Seit Sommer ist der Ivorer Coach von Slovan.
Was außerdem für den LASK spricht, ist Slovans miserable Bilanz in der Champions League: Die elf Auftritte seit dem Debüt 2024 endeten allesamt mit Niederlagen. In drei Europacup-Auftritten in Österreich gegen Salzburg, Rapid und Sturm Graz kassierten die Hauptstädter bisher drei Niederlagen bei elf Gegentoren. Der Gästesektor wird am Dienstag leer bleiben. Slovans Fans dürfen in Linz nicht dabei sein, da die UEFA den Club aufgrund von Ausschreitungen seiner Anhänger bei der 0:4-Auswärtsniederlage in Rom sanktioniert hat.
