Klopp holt Füllkrug zurück: Werder-Torjäger vor DFB-Nominierung

Zwölf Tore in zehn Pflichtspielen, Rekordwerte bei Werder Bremen und starke Leistungen in der Deutschen Bundesliga: Niclas Füllkrug hat sich zurück in den Fokus des DFB-Teams geschossen. Nach Sky Sport Informationen plant Jürgen Klopp seine Rückkehr in den DFB-Kader.

„Niclas Füllkrug ist 33. Das ist nicht meine Schuld!“: Mit diesem Schmunzler hatte sich DFB-Trainer Jürgen Klopp zuletzt zur Personalie Niclas Füllkrug geäußert, als er auf eine mögliche Nominierung des Werder-Stürmers angesprochen wurde. Gleichzeitig betonte Klopp aber auch die beeindruckende Torquote des Angreifers.

Und genau die könnte dem 33-Jährigen nun die Rückkehr in die Nationalmannschaft ermöglichen.

Füllkrug in Topform

Die Argumente für eine Rückkehr sind überzeugend: Füllkrug steht derzeit bei zwölf Treffern in zehn Pflichtspielen für Werder Bremen. Zudem präsentiert er sich körperlich in Bestform und übernimmt als Führungsspieler eine zentrale Rolle bei den Grün-Weißen.

Lothar Matthäus hatte sich jüngst in seiner Kolumne auf skysport.de für eine DFB-Rückkehr des Routiniers stark gemacht. „Wir kommen nicht vorbei an einem Niclas Füllkrug, der mit neun Treffern die Torschützenliste der Bundesliga anführt. In anderen Ländern gibt es auch Spieler, die mit 33 Jahren noch für ihre Nationalmannschaft auflaufen und bei Welt- und Europameisterschaften eingesetzt werden“, so der Sky Sport Experte.

Unter Klopp wurde in den ersten vier Länderspielen vor allem in der Offensive viel getestet. Ein Treffer eines nominellen Mittelstürmers gelang der DFB-Auswahl bislang allerdings noch nicht.

Um den Verbleib in der Nations League zu sichern und gegen Serbien sowie die Niederlande wichtige Punkte einzufahren, setzt Klopp nun offenbar auf Erfahrung und Abschlussstärke.

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Auch Ebnoutalib mit guten Chancen

Gute Aussichten auf eine erneute Berufung hat zudem Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt.

Der 23-Jährige hinterließ bei seinen ersten beiden Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) einen starken Eindruck und bestätigte seine Form anschließend auch in der Bundesliga. Sechs Treffer stehen bislang auf seinem Konto.

Auch an Kai Havertz von FC Arsenal dürfte bei der Nominierung kein Weg vorbeiführen.

Brunner noch nicht im DFB-Kader

Für einen anderen Angreifer kommt die mögliche Berufung dagegen offenbar noch etwas zu früh.

Paris Brunner wusste bei der AS Monaco zuletzt mit acht Pflichtspieltoren in elf Einsätzen zu überzeugen. Nach Sky Sport Informationen wurde eine Nominierung des 20-Jährigen intensiv diskutiert, sogar noch ausführlicher als vor Klopps erster Kaderbekanntgabe im September.

Für den aktuellen Lehrgang soll es jedoch noch nicht reichen.

Füllkrug setzt Völler-Rekord gleich

Aktuell spricht vieles für Füllkrug. Beim 2:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim stellte der Werder-Stürmer einen Vereinsrekord von Rudi Völler aus der Saison 1982/83 ein und traf im siebten Pflichtspiel in Folge.

Mit seinen Leistungen hat sich Füllkrug wieder in die Pole Position für die Sturmspitze gespielt.

In bislang 24 Länderspielen erzielte der Angreifer 14 Treffer. Sein bislang letzter Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft datiert vom Juni 2025, als Deutschland das Spiel um Platz drei bei den Nations-League-Finals gegen Frankreich mit 0:2 verlor.

Sollten sich die Sky Sport Informationen bestätigen, könnte Füllkrug am 13. November gegen Serbien in Belgrad sein Comeback im DFB-Dress feiern.

Matthäus plädiert für Füllkrug-Rückkehr

Auch Lothar Matthäus hält eine Füllkrug-Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft für beinahe alternativlos. „Wir kommen nicht vorbei an einem Niclas Füllkrug, der mit neun Treffern die Torschützenliste der Bundesliga anführt“, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne auf skysport.de. Das Alter dürfe dabei keine Rolle spielen, findet Matthäus.

„Ich bin nicht der Meinung, dass wir nur noch auf junge Spieler setzen müssen. Wir sollten auf Spieler setzen, die sich mit starken Leistungen auf dem Platz empfehlen, egal, welches Alter sie haben“, schrieb der 65-Jährige: „In anderen Ländern gibt es auch Spieler, die mit 33 Jahren noch für ihre Nationalmannschaft auflaufen und bei Welt- und Europameisterschaften eingesetzt werden.“ Bayern Münchens Starstürmer Harry Kane sei schließlich „auch 33“, Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel „lädt ihn trotzdem ein“.

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