Max Uhlig: Der Austria-Mann für den Moment
Als die Wiener Austria nach einer sportlich schwierigen Phase einen neuen Impuls benötigte, fiel die Wahl auf einen Mann, der den Verein kennt wie kaum ein Anderer: Max Uhlig. Als Interimstrainer steht der langjährige Austria-Mitarbeiter nun an der Seitenlinie jener Kampfmannschaft, deren Entwicklung er über viele Jahre hinweg aus nächster Nähe begleitet hat.
Uhlig verkörpert dabei eine Seltenheit im modernen Fußballgeschäft. Seit 2015 ist er Teil der Austria-Familie und hat in unterschiedlichsten Funktionen im Nachwuchs- und Trainerbereich gearbeitet. Uhlig startete seine Trainerkarriere bei der Admira von dort wurde er von Ralf Muhr 2015 zur Austria geholt. Während viele Mitarbeiter und Trainer bei der Austria kommen und gehen, blieb der 33-Jährige dem Verein über mehr als ein Jahrzehnt hinweg treu und entwickelte sich zu einer festen Größe innerhalb der sportlichen Struktur.
Fußballfamilie Uhlig
Dass Fußball bei den Uhligs weit mehr als nur ein Beruf ist, zeigt ein Blick auf die Familiengeschichte. Max Uhlig stammt aus einer echten Fußballfamilie, er selber kickte bis zu seinem 20. Lebensjahr in der zweiten Landesliga für Perchtoldsdorf, Purkersdorf und Guntramsdorf. Sein Vater Johannes Uhlig besitzt die UEFA-Pro-Lizenz und war viele Jahre Trainer sowie Ausbildner im österreichischen Fußball. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Manfred Uhlig prägte er die heimische Trainerausbildung über Jahrzehnte, so haben die beiden Brüder in rund 30 Jahren mehr als 10.000 Trainer ausgebildet. Johannes Uhlig ist zudem Sportwissenschaftler an der Universität Wien. Fußballfachwissen wurde bei den Uhligs gewissermaßen von Kindesbeinen an vermittelt, auch die Verbundenheit zur Wiener Austria, so haben die Eltern von Max Uhlig in violett geheiratet und der Vater war auch Trainer im BNZ der Austria.
Auch die nächste Generation ist eng mit der Austria verbunden. Max‘ Bruder Julian arbeitet in der Presseabteilung des Klubs und kümmert sich um die Kommunikation nach außen, dem runden Leder jagt der 25-jährige bei Brunn am Gebirge nach. Als Linksaußen konnte er in der vergangenen Saison auch den vereinsinternen Torrekord von Christoph Monschein mit seinen 30 Saisontoren übertreffen. Bruder Florian wiederum ist Teil des Trainerteams der Kampfmannschaft und unterstützt Max Uhlig nun auch in seiner aktuellen Rolle, sein Spezialgebiet: Teamentwicklung. Auch er schnürt die Schuhe als Offensiver Mittelfeldspieler für Brunn, wie das zukünftig aussieht ist noch offen.
Mehr als eine kurzfristige Lösung?
Auf dem Trainingsplatz gilt Max Uhlig als akribischer Arbeiter mit klarem Fokus auf Entwicklung und Struktur. Seine Mannschaften zeichnen sich durch ein intensives Pressing, hohe Laufbereitschaft und eine aktive Spielweise gegen den Ball aus. Gleichzeitig legt der Interimstrainer Wert auf geordneten Ballbesitz und ein sauberes Positionsspiel. Elemente, die auch in den Nachwuchsmannschaften der Austria seit Jahren eine wichtige Rolle spielen.
Uhlig steht damit für einen modernen Traineransatz, bei dem Athletik, taktische Disziplin und die individuelle Förderung von Spielern eng miteinander verknüpft sind. Besonders seine langjährige Arbeit mit Talenten macht ihn zu einem Trainer, der die DNA des Vereins nicht nur kennt, sondern selbst mitgeprägt hat.
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Für die Austria kann Max Uhlig deshalb weit mehr als eine kurzfristige Lösung auf der Trainerbank sein. Er steht für Kontinuität, Identifikation und die Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklung oft aus den eigenen Reihen kommt. Kaum jemand verkörpert den Weg der Austria in den vergangenen Jahren so sehr wie Max Uhlig.
