Mbappe-Show und Buhrufe bei Mourinhos Bernabeu-Comeback
Real Madrids Trainer Jose Mourinho hat die Pfiffe bei seiner Rückkehr ins Estadio Santiago Bernabeu nach 13 Jahren gelassen hingenommen. „Die Fans haben gebuht, weil sie wollen, dass Madrid dominiert, dominiert, dominiert. Ein paar Buhrufe schaden niemandem. Sie helfen dir zu wachen“, sagte der Portugiese. Real hatte sich zwar am Ende mit 4:1 gegen Real Sociedad durchgesetzt, doch nach dem Ausgleich kurz vor der Pause wurde es beim Gang in die Kabine unruhig auf den Rängen.
Drei Tore von WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappe und ein Treffer von Vinicius Junior sorgten schließlich für den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Mourinho. Der 63-Jährige hatte die „Königlichen“ im Sommer erneut übernommen, seine erste Amtszeit währte von 2010 bis 2013.
Ein Stück WM hätte sich Mourinho in der ersten Hälfte gewünscht, in der sich Real schwertat. „Ich hätte gerne eine Trinkpause gehabt, um schon in der 20. Minute mit der Mannschaft sprechen zu können“, sagte Mourinho. „Im zweiten Durchgang war die Mannschaft stark.“
Händchen für die Stars
Mourinho zeigte zudem das nötige Fingerspitzengefühl, um seine Stars bei Laune zu halten. So wechselte er den Brasilianer Vinicius Junior erst nach dessen Treffer zum 3:1 aus. „Ohne das Tor hätte ich ihn nie herausgenommen“, sagte der Coach. Er wollte, dass sein in Auswärtsstadien oft ausgepfiffener Offensivspieler positive Reaktionen erfährt.
Auf einen Vergleich seines früheren Schützlings Cristiano Ronaldo mit Mbappe wollte sich Mourinho nicht einlassen. Stattdessen hob er die Leistung des französischen Ex-Weltmeisters hervor. „Er ist unglaublich. Was er macht, sein Hunger. Ich bin sehr froh, dass er bei der WM Geschichte geschrieben hat“, sagte Mourinho. Mbappe war durch seine zehn Tore bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko mit insgesamt 22 Treffern zum erfolgreichsten Torschützen bei Weltmeisterschaften aufgestiegen.
