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26.08.2026

#DBLDW-Bonusrunde: 3 Stunden zum Heimspiel

Es kommt nichts. Diesen Satz hat Johannes Tartarotti in acht Profijahren öfter gehört, als einem Fußballer guttut.

In Wiener Neustadt kam die Punkteprämie nicht. Gezahlt wurde erst, als er längst weg und der Klub die Lizenz los war. In Altach kam nach jedem Trainerwechsel zuerst einmal die Chance nicht — über zehn Trainer in sechs Jahren, und jedes Mal begann er wieder ganz hinten. 2023 lief der Vertrag aus, und danach kam gar nichts mehr: Monate ohne Verein, mit 24, nach 77 Bundesligaspielen. In St. Pölten kam im Frühjahr die Finanzierung abhanden. In Bregenz kamen die Gehälter monatelang nicht, dafür drei Strafpunkte schon vor dem ersten Spiel — und der Klassenerhalt kam am Ende nicht von der eigenen Mannschaft, sondern von den Insolvenzen der anderen.

Dann kam ein Anruf, mit dem er nicht gerechnet hatte. Kambodscha. Er musste erst nachschauen, wo das liegt.

Was dann kam, war der professionellste Termin seiner Karriere: General Manager, Trainer, Head of Medical, Videoanalyse seiner eigenen Aktionen. Dazu ein Klub, der in Phnom Penh wohnt und drei Stunden zu seinen Heimspielen fährt. Auswärtsfahrten nach Tokio, Shanghai und Singapur. Und ein Publikum, das sogar den Befreiungsschlag bejubelt.

Am 17. September kommt endlich das, worauf er am längsten gewartet hat. Ein Spiel.

Marcus Haber wurde der Gruppe „Torschützenkönig in Kambodscha“ hinzugefügt.

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