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09.09.2026

#DBLDW-Bonusrunde: Der VAR sieht mehr

Der Videoschiedsrichter zieht Linien. Das ist sein halber Job: eine beim Verteidiger, eine beim Angreifer, dazwischen die Wahrheit. In Österreich zieht sie noch ein Mensch, per Hand, dreimal hintereinander – Abspielzeitpunkt, Körperteil, Körperteil. Drei Handgriffe für eine Entscheidung, die angeblich schwarz-weiß ist.

David Reisenauer zieht auch Linien, nur andere. Der Vorstand Spielbetrieb der Bundesliga verantwortet die Technik: die Ausschreibung, den Wechsel von Hawk-Eye zu Sportec Solutions, zwei zusätzliche Kameras pro Stadion plus Scoutingfeed. Im Lauf des Herbstes hat der VAR damit mehr Bilder zur Verfügung als die TV-Produktion, die uns daheim versorgt. Alles danach, alles was mit Entscheiden zu tun hat: Linie überschritten. Dafür ist der ÖFB zuständig.

Man kann diese Grenzziehung sauber finden. Man kann auch fragen, warum der zuständige VAR-Manager des ÖFB für dieses Gespräch nicht zur Verfügung stand. Und warum die Plattform, die bis vergangene Saison jede Runde erklärt hat, was der VAR da eigentlich tut, heute nur noch einen einzigen Satz kennt: Alle News ab jetzt beim ÖFB.

Bald spricht der Schiedsrichter selbst ins Stadionmikrofon, die geprüften Bilder laufen auf die Videowall. Transparenz, sagt die Liga. Im Herbst, stadionindividuell. Warum er dafür nicht einfach das Mikro des Stadionsprechers ausborgt, wird auch geklärt.

Und die Kurve singt weiter, ihr macht unseren Sport kaputt. Reisenauer hört das. Mit nach Hause, sagt er, nimmt er es nicht.

David Reisenauer wurde der Gruppe „Dafür ist der ÖFB zuständig“ hinzugefügt.

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