UEFA Champions League
19.08.2026

#DBLDW-Bonusrunde: LASK gegen Celtic: Wie schlagbar sind die Schotten? | Champions-League-Playoff

Gespenster brauchen keine Ablöse. Sie sind einfach schon da, wenn die Mannschaft in den Celtic Park einläuft.

Peter hat sich für diese Bonusrunde jemanden geholt, der sie beim Vornamen kennt: Tino, Host und Gründer von „Celtic Exchange“, früher selbst beim Klub angestellt. Und Tino zählt sie auf, eines nach dem anderen. Kairat Almaty, vor genau zwölf Monaten: torlos in Glasgow, torlos in Kasachstan, raus im Elferschießen — und dahinter die Erkenntnis, dass ein Verein mit dieser Geschichte schlicht vergessen hatte, einen Stürmer zu verpflichten. Sieben von neun Duellen dieser Art hat Celtic zuletzt verloren. Der Meistertitel im Mai, entschieden erst in der 86. Minute gegen Hearts, hat das nicht weggewischt. Er hat es zugedeckt.

Heuer haben sie reagiert. Rund dreißig Millionen Pfund, Kasper Høgh als Rekordtransfer aus Bodø, Camilo Durán aus Baku, ein Mittelfeldmann aus Paderborn. Und trotzdem: Arne Engels ist drei Tage vor dem Hinspiel nach West Ham weg, Daizen Maeda schon davor nach Ipswich, und Alex Oxlade-Chamberlain fehlt gesperrt — wegen einer offenen Sache aus seiner Zeit in Istanbul, die offenbar niemand am Zettel hatte. Auch das ist ein Gespenst, nur eben ein bürokratisches.

Der LASK kommt ohne. Ohne Trauma, ohne Erwartung, mit vier Siegen, fünfzehn Toren und einem Samuel Adeniran, der endlich trifft. Die Europa League wäre in Linz ein Erfolg. In Glasgow wäre sie ein Scheitern. Genau über diesen Unterschied reden die beiden eine gute Dreiviertelstunde lang.

Kasper Høgh gefällt das. Alex Oxlade-Chamberlain wurde der Gruppe „Altlasten aus Istanbul“ hinzugefügt.

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