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#DBLDW-Klassiker: Was fehlt Sturm?

In der 93. Minute hört die Zeit meist auf zu existieren – für den TSV Hartberg begann sie am Samstag erst richtig zu ticken. Benjamin Markuš, eher fürs Zweikampfführen als fürs Vollenden bekannt, lässt den Ball genau dann ins lange Eck fallen, als in Altach schon die Duschen liefen – der erste Saisonsieg, herbeigezittert bis zur letzten Umdrehung des Sekundenzeigers.

Eine Etage weiter westlich tickt die Uhr anders: In Ried dauert der Videobeweis so lange, dass der Schiedsrichterassistent zwischendurch Kaffee hätte kochen können – am Ende zählt nur, dass Anderson zwar sauber trifft, Alexander Hofleitner davor aber aus minimaler Abseitsposition eingreift, und Ried den knappen 1:0-Big-Point per Sissoko-Elfmeter behält, während GAK-Interimscoach Joachim Standfest live über Auslegungssache philosophiert.

Sturm Graz wiederum hatte diese Woche so viel Zeit wie kaum ein Klub der Liga – keine Europacup-Partie, ausgeruhte Beine, ein Aufsteiger zu Gast, der bislang jede Partie getroffen hat – und schafft es trotzdem, die eigene Uhr rückwärtslaufen zu lassen: das schwächste Saisonspiel bislang, ein zähes 1:1 gegen Lustenau.

Und dann ist da noch einer, der gar keine Zeit gebraucht hat: Ex-Rapidler Mamadou Sangaré, frisch zu Brentford gewechselt, braucht für seinen Premier-League-Einstand keine Halbzeit bis zum Assist und zum Titel Man of the Match – schneller kann man sich in England kaum einnisten.

Bevor Peter beim Orakel trotz halbem Bundesliga-Kader an Mitspielernamen wieder auf der Uhr steht und nicht auf die Lösung kommt, klären wir noch, warum Österreichs Schiedsrichter ihre VAR-Entscheidungen den Fans im Stadion immer noch nicht laut vorlesen – aber auch das, versprochen, ist nur eine Frage der Zeit.

Benjamin Markuš wurde der Gruppe „Freunde der Nachspielzeit“ hinzugefügt.

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