Podcasts
09:01

#DBLDW-Vorschau: Rapid baut auf Fiala, die WSG auf Zuversicht

Eine Million Euro. So groß ist die Lücke zwischen Traum und Tivoli. Elf zu acht Stimmen hat der Wattener Gemeinderat gebraucht, um festzuhalten, was im Profifußball ohnehin jeder weiß: Dafür will keiner geradestehen. Nicht kalkulierbar, heißt es im Protokoll. Nur wird ein Risiko dadurch nicht kleiner, es wandert bloß weiter — zur WSG, zu den Banken, ins Frühjahr.

Anderswo unterschreibt man dieser Tage sehr wohl. Rapid haftet drei Jahre lang für Wolfgang Fiala, für einen Mann also, der in Hütteldorf zuletzt Videos zerlegt hat und nun eine Position bekommt, die es vorher nicht gab. Ried hat für denselben Mann jahrelang gebürgt, als Nachwuchsleiter, als U18-Trainer, als Geschäftsführer Sport, und bekommt dafür Lukas Brandl und die Frage, ob Ausbilden noch ein Geschäftsmodell ist, wenn man auch die eigenen Funktionäre ausbildet.

Am Verteilerkreis wechselt bloß die Zuständigkeit: Aramark hat dort bisher die Wurstsemmeln verantwortet und steht ab sofort auf der Trikotbrust. In Frosinone sollen zwei Österreicher dafür geradestehen, dass die Serie A diesmal länger hält als beim letzten Mal — Florian Grillitsch ausgerechnet ablösefrei von Braga, jenem Klub, für den sich die Austria seit Donnerstagnacht sehr plötzlich interessieren muss. Wie sich das anfühlt, weiß Robert Gucher am besten: Er hat für Frosinone einst mit der ganzen Karriere gebürgt, ist heute 35 und Kapitän in Treviso.

Eingestanden wurde diese Woche auch sonst genug. Tabaković hat in 940 Sekunden gerade gemacht, was elf Salzburger eine Halbzeit lang verbockt hatten. Und am Freitag steht in Linz einer im Mittelkreis, für den niemand mehr haftet: Sasa Kalajdžić wird verabschiedet. Ausgerechnet gegen Ried, ausgerechnet unter einem Trainer, der gegen die Innviertler seltener gewinnt als gegen alle anderen.

Wolfgang Fiala wurde der Gruppe „Innviertler Exportschlager“ hinzugefügt.

Mehr Podcasts

Mehr Sport-Videos