Mit Ex-Salzburger: WM-Kader der USA steht fest
Wenn sie in den USA etwas gut können, dann dick auftragen. Aus der Präsentation des Kaders für die anstehende Heim-WM machte der Verband US Soccer deshalb wenig überraschend eine große Zeremonie. Schauplatz war die eindrucksvolle Konzert-Arena „The Rooftop at Pier 17“ in Manhattan.
Die Spieler, vollständig angetreten bis auf Chris Richards, der mit Crystal Palace im Conference-League-Finale in Leipzig steht, waren bereits am Freitag per Mail informiert worden. Mit Brenden Aaronson ist auch ein ehemalige Salzburger dabei. Zumindest mit zwei seiner Auserwählten sorgte Nationaltrainer Maurizio Pochettino für einiges Stirnrunzeln: Dass Gio Reyna und Joe Scally von Borussia Mönchengladbach zum Kader gehören, war einigermaßen überraschend.
Zwei Überraschungen im Aufgebot
Reyna, Sohn von Ex-Nationalspieler Claudio Reyna, hängen noch immer die Vorfälle von der WM 2022 nach. Nach dem Turnier hatte der damalige Trainer Gregg Berhalter berichtet, dass er Reyna wegen ungebührlichen Verhaltens fast rausgeworfen hätte. Reynas Mutter meldete dem Verband daraufhin einen Vorfall aus dem Jahr 1991, bei dem der Trainer seine heutige Ehefrau körperlich attackiert hatte. Berhalter wurde zunächst suspendiert, nach einer unabhängigen Untersuchung aber rehabilitiert.
Weitaus überraschender aber war Reynas Nominierung, weil er in den vergangenen Jahren und Monaten kaum gespielt hatte – seit Jahresbeginn etwa brachte er es in Gladbach bei acht Einsätzen als Joker auf gerade mal 137 Minuten. „Reyna hat das Talent, ein Superstar zu sein, aber seine Leistungen im Verein in den letzten fünf Jahren entsprachen denen eines Bankdrückers“, lästerte USA Today.
Pochettino sieht in Reyna weiter ein „außergewöhnliches Talent“. Zur ersten Elf wird der 23-Jährige eher nicht gehören, deutete der Coach an, allerdings habe er „Eigenschaften, die anders sind“. Ja, „ich habe wirklich Vertrauen in ihn“, betonte der Argentinier.
Pochettino dagegen ist wenig überraschend „überzeugt, dass wir die beste Auswahl haben, um bei der Weltmeisterschaft erfolgreich zu sein“. Richten sollen es für das „USMNT“ (U.S. Men’s National Soccer Team) unter anderem Weston McKennie (Juventus Turin) und Christian Pulisic (AC Milan).
(SID/Red.)
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