Der Traum von der Champions League ist für Fußball-Vizemeister Sturm Graz ausgeträumt

Nach CL-Aus: Sturm blickt zuversichtlich auf Europa League

Der Traum von der Champions League ist für Fußball-Vizemeister Sturm Graz ausgeträumt, nach dem Aus gegen Fenerbahce blicken die Grazer aber zuversichtlich Richtung Europa League. Der türkische Vizemeister war in der dritten Qualifikationsrunde zwar eine Nummer zu groß, die jungen Grazer hielten phasenweise aber passabel mit der Millionentruppe aus Istanbul mit. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft“, sagte Trainer Fabio Ingolitsch.

Dem Hinspiel-0:2 in der Türkei folgte ein 0:1 im Retourmatch in Graz-Liebenau, der erhoffte Führungstreffer und ein spannender Europacup-Showdown im eigenen Stadion blieb den Schwarz-Weißen am Dienstag verwehrt. „Wir haben versucht, dieses Tor zu erzwingen. Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir ein Momentum aufgebaut“, analysierte Ingolitsch. Aber: „Der Ball wollte nicht hinein.“

Sturm kann Fenerbahce-Duell nicht drehen

Gegen das klar favorisierte Fenerbahce, das im Play-off gegen Olympique Lyon um die erstmalige Rückkehr in die „Königsklasse“ seit 2008/09 spielt, hielt Sturm das Rückspiel bis zur 66. Minute offen. Dann sorgte Talisca mit einem Foulelfmeter für die Entscheidung. „Über zwei Spiele waren sie der verdiente Sieger. Nichtsdestotrotz hätten wir sie gerne zum Wanken gebracht“, sagte Ingolitsch. Seine Schützlinge lobte der Coach und hob dabei das Durchschnittsalter der Startelf von 21,5 Jahren hervor. „Mir geht am Ende des Tages das Herz auf, wie die Jungs da performt haben.“

Aufgrund der Chancen sei es nicht notwendig gewesen, als Verlierer vom Platz zu gehen, ergänzte Ingolitsch. „Wir haben uns unglaublich gut geschlagen.“ Einzig vor dem gegnerischen Tor fehlte die Durchschlagskraft. Routinier Jürgen Heil war mit der Vorstellung der „Blackies“ ebenfalls zufrieden. „Wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben alles reingeworfen und über zwei Spiele das Herz am Platz gelassen“, sagte der Verteidiger.

„Haben uns unglaublich gut geschlagen“ – Die Reaktionen nach Sturms CL-Aus

Auch Europa League mit spannenden Namen

Wie im Vorjahr geht das europäische Abenteuer für die Grazer mit acht Spielen in der Europa-League-Ligaphase weiter. „Wir können den Kopf trotzdem oben lassen und stolz auf uns sein, weil wir ein sehr gutes Spiel gegen einen extrem starken Gegner gemacht haben und wir in der Europa League sind“, sagte Jacob Peter Hödl. Der 19-Jährige war im Offensivspiel der Grazer – ohne Spielmacher Otar Kiteishvili – erneut ein Aktivposten. Die Europa League bezeichnete der Youngster aber als „Trostpreis“, das Ziel sei schon die Champions League gewesen.

Das Startgeld in der zweithöchsten Europacup-Ebene beträgt 4,31 Millionen Euro, die Gegner werden am 28. August ausgelost. Mit AC Milan, Juventus, Bayer Leverkusen oder Olympique Marseille warten klingende Namen. „Wir als Verein passen sehr gut in die Europa League. Es ist immer noch eine sehr große Leistung und kein einfacher Weg, da als österreichischer Club reinzukommen“, betonte Ingolitsch.

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