In der 217. Folge unseres Podcasts DAB | Der Audiobeweis haben Moderator Otto Rosenauer, Rapid-Vereinsredakteur Eric Nie

„Natürlich nicht zu akzeptieren“: Seidl spricht über Derby-Vorfälle

In der 217. Folge unseres Podcasts DAB | Der Audiobeweis haben Moderator Otto Rosenauer, Rapid-Vereinsredakteur Eric Niederseer & Sky-Experte Alfred Tatar mit SK Rapid-Profi Matthias Seidl über die Vorfälle rund um das 342. Wiener Derby gesprochen. Seine Mannschaftskollegen sorgten mit Beleidigungen gegenüber dem Stadtrivalen für einen Skandal.

Seidl sagt zu den Vorfällen rund um Kapitän Guido Burgstaller und Geschäftsführer Steffen Hofmann: „Ich habe noch nicht so viel mitbekommen. Ich habe die Aussendung durchgelesen, sonst intern noch nicht. Natürlich ist es nicht zu akzeptieren und wird sicher noch besprochen. Aber was dann letztendlich herauskommt, entscheide nicht ich. Gut finde ich es natürlich nicht, das ist ja klar. Ich finde es schade, dass es passiert ist.“

Hofmann-Rücktritt möglich?

Am Dienstag gab die Bundesliga bekannt, dass ein Verfahren gegen die betroffenen Profis eingeleitet wurde. Sky-Reporter Niederseer sagt im Podcast dazu: „Grundsätzlich ist es im Nachgang sehr schade, weil dadurch etwas Euphorie gebremst wurde. Der Fokus erster Derby-Heimsieg seit 2016 ist ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Natürlich hat man als Geschäftsführer Sport eine gewisse Außenwirkung und Vorbildrolle, die der gesamte Verein eigentlich haben sollte. Deshalb ist das eigentlich nicht zu dulden.“

Über einen Rücktritt von Hofmann sagt unser Vereinsreporter: „Ich denke, dass es sicherlich intern noch diskutiert wird. Es ist in beide Richtungen möglich. Ich bin nicht hundertprozentig sicher, ob das mit einem Statement abgetan ist. Da ist sicher noch einiges an interner Aufarbeitungsarbeit notwendig. Ich bin gespannt, was in den nächsten Tagen passiert, das kann in beide Richtungen gehen.

Anzeige nach Derby-Vorfällen: Diese Strafen drohen Rapid

Seidl über Derby-Feierlichkeiten: „Habe es am Spielfeld genossen“

Abgesehen vom Derby-Eklat zeigte sich Seidl von der Stimmung auf den Rängen während des Spiels begeistert. „So ein Wiener Derby ist schon ganz etwas anderes als ich in Kuchl oder Linz schon erlebt habe. Die Stimmung von beiden Seiten, aber vor allem von unseren Heim-Fans, war 90 Minuten vor Beginn schon unglaublich. Da war es schon richtig laut und der Fan-Sektor war schon komplett voll. Das hat sich dann im ganzen Spiel durchgezogen, auch bis nach dem Spiel. Und wenn man das dann mit so einer Leistung, einem 3:0-Sieg, zurückzahlen kann, ist das schon etwas richtig Tolles“, so Seidl über sein erstes Duell mit dem Stadtrivalen vor eigenem Publikum.

Die Feierlichkeiten nach dem Spiel hat Seidl nur zu einem kleinen Teil selbst mitgemacht: „Ich würde sagen, dass ich einer bin, der sich eher zurückzieht. Am Spielfeld habe ich es noch voll genossen, wie die Fans noch gesungen haben. Auch dass man mit der Mannschaft noch zusammen ist und die Stimmung mitnimmt vom Stadion und auch dann in der Kabine noch ein bisschen. Bei mir war es so, dass die Familie da war. Alle waren zuschauen und haben dann noch auf mich gewartet. Darum bin ich dann mit ihnen heimgefahren und habe mit ihnen die Zugfahrt verbracht.“

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