Neue VAR-Ära startet: Das erwartet Fans ab sofort im Stadion

Die ADMIRAL Bundesliga geht den nächsten Schritt in Richtung Transparenz beim Video Assistant Referee (VAR). Bereits ab der kommenden Runde werden bei ersten Spielen die Entscheidungen der Schiedsrichter nach einem VAR-Eingriff nicht nur im Fernsehen, sondern auch direkt im Stadion erklärt. Ergänzend dazu werden die relevanten Bilder aus der VAR-Zentrale auf den Videowalls gezeigt.

Den Auftakt machen an diesem Wochenende die Stadien in Wien, Graz und Salzburg. Somit kommen die Neuerungen bei den Partien SK Rapid gegen die WSG Tirol, dem Duell zwischen dem GAK und Austria Wien sowie dem Spitzenspiel zwischen Red Bull Salzburg und Sturm Graz (am kommenden Sonntag ab 16:15 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – mit Sky X live streamen) erstmals zum Einsatz. Nach der Länderspielpause folgen die Heimstätten des LASK und von Austria Wien, weitere Stadien sollen bis Ende Oktober sukzessive technisch aufgerüstet werden.
Künftig erläutern die Schiedsrichter ihre Entscheidungen nach On-Field-Reviews über ein Headset direkt über die Stadionlautsprecher. Die Durchsagen sind gleichzeitig auch im TV zu hören. Parallel dazu werden die entscheidenden Videobilder, die dem Schiedsrichter bei seiner Entscheidungsfindung dienen, auf den Videowalls eingeblendet.

Bei sogenannten faktischen Entscheidungen, etwa bei Abseitsstellungen oder bei der Beurteilung, ob ein Foul innerhalb oder außerhalb des Strafraums stattgefunden hat, erfolgt eine Durchsage allerdings nur dann, wenn die ursprüngliche Entscheidung auf dem Feld nach VAR-Hinweis geändert wird.

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Mit der Neuerung will die Liga die Entscheidungsprozesse für Fans im Stadion besser verständlich machen und für mehr Akzeptanz sorgen. „Unser Ziel ist es, Entscheidungen im Stadion so nachvollziehbar wie möglich zu machen. Mit den Stadiondurchsagen und den VAR-Bildern auf den Videowalls schaffen wir mehr Transparenz für die Fans“, betonte Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer.

Auch beim ÖFB wird die Einführung positiv bewertet. Ali Hofmann, Leiter des Referee Departments, sieht darin einen wichtigen Schritt für das Verständnis der Zuschauer: Die Schiedsrichter seien auf die neue Form der Kommunikation vorbereitet und entsprechend geschult worden.

Neben den Maßnahmen zur Transparenz soll auch die technische Infrastruktur des VAR weiter verbessert werden. Im Laufe der Herbstsaison werden zusätzliche Kameras für den Video-Schiedsrichter integriert, zudem wird der sogenannte Scoutingfeed in das VAR-System eingebunden.

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