Norwegischer Dreifachsieg im 10-km-Einzel – Vermeulen in Top 10
Langläufer Mika Vermeulen hat bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim im Klassik-Bewerb über 10 km als Neunter sein bestes WM-Resultat erzielt, eine Medaille aber verpasst.
Der 25-jährige Steirer hatte am Dienstag im Einzelstartrennen bei starkem Schneefall einen Rückstand von 37,4 Sekunden auf den norwegischen Sieger Johannes Hösflot Kläbo. Der viel umjubelte Langlauf-Superstar holte seine bereits dritte Goldmedaille bei den laufenden Titelkämpfen und die zwölfte insgesamt.
„Top Ten bei der WM ist Jammern auf hohem Niveau“, sagte Vermeulen, der im Skiathlon noch den 13. Platz belegt hatte. „Ich habe mich viel besser gefühlt als beim Skiathlon. Wenn das Ziel die Medaille ist, dann sind der Frust und die Enttäuschung aber auch da. Manchmal muss man akzeptieren, wenn es zu wenig ist.“ Die winterlichen Bedingungen genoss der Wahl-Norweger aber in vollsten Zügen. „Mir hat es sogar getaugt. WM, klassisch, Einzelstart, in Trondheim, das erlebt auch nicht jeder“, sagte er zur APA.
Kläbo dominiert erneut
Kläbo, der seine sechste Einzel-Goldene gewann, führte einen norwegischen Dreifachsieg vor Erik Valnes (+8,8 Sek.) und Harald Östberg Amundsen (+11,0) an, Vermeulen fehlten etwa 26 Sekunden auf Edelmetall. Tobias Ganner (+1:40,3 Min.) durfte in seinem ersten WM-Rennen mit Platz 34 zufrieden sein, der 20-jährige Osttiroler stellte die Zwischenbestzeit nach 0,9 Kilometern auf. Die Salzburgerin Teresa Stadlober hofft im Frauen-Bewerb ab 15.30 Uhr noch auf ein gutes Resultat.
Auf Rekordkurs befindet sich Kläbo, der 28-Jährige könnte nach seinen Siegen im Sprint und Skiathlon mit Erfolgen im Teamsprint am Mittwoch und mit der Staffel am Donnerstag als erster Langläufer fünf Goldmedaillen bei einer WM holen. „Das ist unglaublich“, sagte Kläbo, der bei fast vollen Rängen im Granåsen-Stadion frenetisch unterstützt worden war. „Das einzige Problem ist, dass wir morgen schon wieder ein Rennen haben. Du musst dein Mindset sofort umstellen.“ Vermeulen geht in Trondheim noch beim Marathon über 50 km am Samstag an den Start.
(APA) / Beitragsbild: GEPA
