ÖFB-Frauen fixieren Platz drei in Nations-League-Gruppe

ÖFB-Frauen fixieren Platz drei in Nations-League-Gruppe

Österreichs Frauen-Nationalteam wird die Nations-League-Gruppe A1 fix als Dritter beenden. Die ÖFB-Auswahl gewann am Freitag im Hampden Park von Glasgow gegen Schottland 1:0 und setzte sich damit sechs Zähler vom punktlosen Schlusslicht ab. Dieses war auch schon am 21. Februar in Ried mit 1:0 bezwungen worden. Kapitänin Sarah Puntigam und Co. stehen nun im Playoff um den Verbleib in der Liga A und treffen dort auf einen Gruppenzweiten der Liga B.

Zuvor wird allerdings noch die Gruppenphase am Dienstag (20.30 Uhr) in der Wiener Generali Arena gegen Nachbar Deutschland, der mit einem klaren 4:0 gegen die Niederländerinnen Rang eins fixierte, beendet. Während Lilli Purtscheller im ersten direkten Duell mit den Schottinnen getroffen hatte, avancierte diesmal mit Julia Hickelsberger-Füller eine andere Stürmerin zur Matchwinnerin.

Die Hoffenheim-Legionärin erlöste ihre drückend überlegene Truppe mit ihrem Treffer in der 62. Minute. Damit nahmen die Österreicherinnen doppelt Revanche für die bittere Niederlage im WM-Quali-Playoff 2022 in Schottland.

Zwei Änderungen in ÖFB-Startelf

ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl nahm im Vergleich zum Heim-1:3 gegen die Niederlande zwei Änderungen vor. Marina Georgieva ersetzte die wegen Adduktorenproblemen fehlende Neo-Leverkusen-Akteurin Claudia Wenger in der Innenverteidigung und durfte sich somit erstmals unter der Führung des Nachfolgers von Irene Fuhrmann von Beginn an versuchen. Im Angriff kehrte Purtscheller in die Startelf zurück, Viktoria Pinther blieb draußen.

Von der von Schriebl angekündigten „Wucht“ der Schottinnen war nichts zu sehen, sie waren im ersten Spiel unter Neo-Teamchefin Melissa Andreatta vorerst nur auf Defensive bedacht. So übernahmen die Gäste sofort die Initiative und waren spielbestimmend. Hickelsberger-Füller schoss vorbei (10.), Verena Hanshaw scheiterte an Schottlands Torfrau Lee Alexander (13.) und nach dem folgenden Eckball ließ Georgieva eine Doppelchance aus (14.). In der 38. Minute reagierte Alexander bei einem Puntigam-Abschluss wieder glänzend. Zwei Minuten später rettete für sie bei einem Hickelsberger-Schuss aus kurzer Distanz die Latte.

Hektische Schlussphase

Für die Führung benötigte es eine Standardsituation. Nach einem Schasching-Eckball köpfelte Hickelsberger-Füller am kurzen Eck ein und sorgte für große Erleichterung. Die 25-Jährige hätte nachlegen können, scheiterte aber zuerst an Alexander (77.). Noch gefährlicher war es in der 87. Minute, als sie nach einem Haken an der schottischen Torfrau schon vorbei war, dann den Ball aber nicht ins Tor brachte. Das hätte sich beinahe gerächt.

Kirsty Howat überraschte Manuela Zinsberger beinahe mit einem Weitschuss an die Latte, die Champions-League-Siegerin war noch leicht dran (88.). Die müde wirkende ÖFB-Elf, in der Eileen Campbell spät ihr Comeback feierte, wankte in der Folge, brachte den Sieg aber über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Julia Hickelsberger Füller (ÖFB-Torschützin/via ORF Sport+): „Wir sind froh, die drei Punkte zu haben und den dritten Platz abgesichert zu haben. Es gibt so Spiele, wo nur einer reingeht, ich hätte selbst drei Tore machen sollen. Vielleicht ist es aber in einem anderen Spiel wichtiger, die Chancen zu nützen. Heute hat ein Tor gereicht. Mit einem zweiten hätten wir viel früher den Deckel draufmachen können. Wir haben vor der Partie Druck verspürt, genauso sind wir die Partie auch angegangen. Wir wollten den dritten Platz absichern, das ist uns auch geglückt.“

Alexander Schriebl (ÖFB-Teamchef): „Es war nur unter Anführungszeichen ein Pflichtsieg, weil es war nicht unbedingt Pflicht, weil der Gegner schon sehr stark war und gerne auch gewonnen hätte. Heute haben wir bewiesen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben auch mit dem Ball sehr gute Lösungen gefunden, vor allem erste Hälfte. Das ganze Spiel gesehen war es ein sehr verdienter Sieg. Es war keine Frage, ob wir überhaupt ein Tor schießen, es war komplett klar, so wie das Spiel gelaufen ist.“

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(APA)/Bild: ÖFB