ÖFB-Lehrgang: Lang spielt sich ins Rampenlicht

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Christoph Lang zählt zu den Gewinnern des am Sonntag mit dem 1:1 gegen Kosovo zu Ende gegangenen Lehrgangs der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Der LASK-Profi feierte beim 3:1 gegen Israel in seinem Linzer Heimstadion sein Teamdebüt und erzielte in Prishtina den Ausgleich – und das, für ihn ungewöhnlich, per Kopf. „Ich bin nicht das große Kopfballungeheuer, deswegen war ich ein bisschen schockiert, dass der so gut reingeflogen ist“, sagte der Offensivspieler.

Lang bekam den Ball nach einem weiten Einwurf von Kevin Danso und einer Verlängerung seines LASK-Kollegen Sasa Kalajdzic serviert. Einstudiert wurde die Variante von LASK-Co-Trainer Maximilian Ritscher, der als ÖFB-Assistenzcoach fungiert und für Standardsituationen zuständig ist. „Ich freue mich auch für ihn, dass es geklappt hat“, betonte Lang.

Danso berichtete, er könne eigentlich noch weiter einwerfen. „Da geht noch ein bisschen was, aber es gibt eine Zielzone, und da versuche ich reinzuwerfen.“ Teamchef Ralf Rangnick wies darauf hin, dass Langs Abschluss schwierig auszuführen war. „Das Tor war gut verlängert von Sasa Kalajdzic – trotzdem musst du so einen Kopfball erst mal so setzen mit so viel Power. Das war kein ganz einfaches Tor.“

Rangnick-Lob für Lang

Nicht nur wegen des Treffers gab es für Lang Sonderlob vom Teamchef. „Er ist aus meiner Sicht im Moment völlig zurecht in der Startelf beim LASK. Wenn er sich so weiterentwickelt in allen Bereichen, weiterhin professionell lebt, glaube ich, werden wir an ihm in den nächsten Jahren durchaus Freude haben.“

Rangnick lernte den 24-Jährigen vor vier Jahren beim Perspektivspieler-Lehrgang in Pula kennen. „Damals ist er mir schon aufgefallen als richtig auffälliger Spieler. Da war er noch kein gestandener Mann, inzwischen ist er enorm gereift“, sagte der Deutsche.

Diese positive Entwicklung führte Lang zu einem persönlichen Karrierehighlight. „Ich freue mich riesig. Mein Debüt zu geben, war schon der erste Traum, und jetzt noch ein Tor zu schießen, ist umso schöner“, meinte der Steirer.

Erster ÖFB-Treffer: Lang über Kopfballtor „ein bisschen schockiert“

ÖFB-Team schnell „sehr eng zusammengerückt“

Lang steht sinnbildlich für jene Spieler, die nach dem Kaderumbruch neu ins Aufgebot stießen und sich für weitere Einberufungen empfahlen. „Es sind diesmal viele gestandene Spieler nicht dabei gewesen und viele neue dazugekommen. Ich glaube, wir haben es sehr gut gemacht und sind trotz der kurzen Zeit schon sehr, sehr eng zusammengerückt.“ Sein Resümee lautete: „Vier Spiele ungeschlagen zu sein, ist gut. Wir hätten auch mehr Punkte rausholen können, aber ich glaube, für den ersten Lehrgang war es schwer in Ordnung.“

Auch Felix Bacher sammelte seine ersten Erfahrungen in A-Team-Länderspielen – der Osttiroler durfte in Prishtina debütieren. „Es war toll, das erste Mal für mein Land aufzulaufen, einfach eine Riesenehre, und es hat mega Spaß gemacht“, erzählte der Olympique-Lyon-Profi.

Trotz seines Stammplatzes beim französischen Spitzenclub musste sich Bacher in diesem Lehrgang zunächst hinten anstellen, zu groß ist die Auswahl für Rangnick in der Innenverteidigung. „Wir haben Riesenqualität auf dieser Position. Doch wenn man geduldig ist und die Chance bekommt, muss man sie nutzen. Und ich denke, das ist mir gelungen“, meinte der frühere WSG-Tirol-Profi.

Bacher von Moral erfreut

Bacher hob die Moral der ÖFB-Truppe hervor, schließlich habe man wie schon am Donnerstag beim 2:2 nach 0:2 in Irland einen Rückstand aufgeholt. „Wir haben bewiesen, dass wir in jeder Situation, in jeder Ausgangslage, ein Tor schießen und wieder zurückkommen können.“

Gegen den Kosovo gelang dies auf äußerst schwierigem Geläuf – der Zustand der Spielfläche sorgte bei Bacher für Kopfschütteln. „So einen Rasen habe ich nicht einmal in der U15 gehabt, vielleicht einmal in der Schülerliga.“ Marco Grüll, der bis Anfang 20 auf Amateur-Ebene gekickt hatte, sagte über den Untergrund des Fadil-Vokrri-Stadions: „Ich habe schon ein paar Dorfplätze gesehen in meinem Leben. Das war sicher einer der schlechteren.“

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