Rangnick gibt finalen EM-Kader bekannt

ÖFB-Trio gestrichen: Rangnick gibt finalen EM-Kader bekannt

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat eine Woche vor Start der Europameisterschaft in Deutschland seinen finalen Kader nominiert.

Dafür musste der ÖFB-Teamchef den Kader von 29 auf 26 Spieler reduzieren. Nicht bei der EM dabei sind WAC-Angreifer Thierno Ballo, Gladbach-Verteidiger Stefan Lainer und LASK-Goalie Tobias Lawal.

Einsergoalie Alexander Schlager wird nach seiner Knieverletzung nicht rechtzeitig fit und wird nicht nachnominiert. Der ÖFB-Kader besteht damit aus drei Torhütern und 23 Feldspielern.

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Mönchengladbach-Rechtsverteidiger Lainer war bei der EM vor drei Jahren noch eine fixe Größe in der Stammformation. Im vergangenen Juli wurde beim Salzburger Lymphknotenkrebs in einem frühen Stadium diagnostiziert – die Behandlung schlug gut an, Lainer stieg im darauffolgenden November wieder ins Mannschaftstraining ein und gab im März dieses Jahres beim 2:0 in der Slowakei sein ÖFB-Comeback.

Nun scheiterte der Deutschland-Legionär ebenso am Cut wie Goalie Lawal. Dem LASK-Schlussmann, der am (heutigen) Freitag einen 24. Geburtstag feierte, wurden Niklas Hedl (Rapid), Heinz Lindner (Sion) und Patrick Pentz (Bröndby) vorgezogen. Letzterer gilt als aussichtsreichster Anwärter auf das Einserleiberl.

Rangnick: „Entscheidung nicht leichtgefallen“

Bei WAC-Offensivmann Ballo war alleine schon die Nominierung für den Großkader eine Überraschung gewesen. Für das EM-Ticket reichte es schließlich nicht. Der 22-Jährige, der wie Lawal bisher noch kein A-Länderspiel bestritten hat, reist direkt zur ÖFB-U21-Auswahl weiter. Rangnick informierte das Trio am Freitag nach dem Training und vor dem Abflug in die Schweiz, wo am Samstag in St. Gallen die EURO-Generalprobe steigt.

„Es ist eine Entscheidung, die mir nicht leichtgefallen ist. Mir war es wichtig, allen drei Spielern in Einzelgesprächen meine Beweggründe zu erklären. Das habe ich heute nach dem Abschlusstraining gemacht“, so Ralf Rangnick.

Außerdem sagte der Deutsche: „Klar waren alle enttäuscht, weil jeder gehofft hat, dabei zu sein. Aber jeder von ihnen hat es genommen, wie die Jungs eben sind – richtig gut und auf gutem Niveau.“ Die jüngsten Trainingseindrücke hätten zur Entscheidungsfindung beigetragen, erzählte Rangnick. „Aber im Endeffekt geht es darum, wie groß sind die Einsatzchancen und wer sind die jeweiligen Konkurrenten auf der Position.“

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Bild: GEPA