Offene Zukunftsfrage: Rapid-Kapitän Seidl vor dem Absprung?
Matthias Seidl steht vor einer wegweisenden Zukunftsentscheidung: Nach Informationen von Sky, die sich mit den exklusiven Berichten des Kurier decken, liegt konkretes Interesse aus dem Ausland am Kapitän des SK Rapid vor.
Nach Sky-Informationen gibt es aus der belgischen Jupiler Pro League, der niederländischen Eredivisie sowie der polnischen Ekstraklasa großes Interesse und teilweise bereits schriftliche Angebote für Seidl.
🟢⚪️ Offene Zukunftsfrage: Rapid-Kapitän Matthias #Seidl (25) vor Abgang? Interesse und teils schriftliche Angebote aus Belgien, Niederlande und Polen. Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. 148 Spiele für Rapid (22 Tore, 33 Assists) @SkySportAustria, first: @AlexHuber81 pic.twitter.com/tiA75OJrTC
— Eric Niederseer (@Transferic_Sky) August 28, 2026
Noch ist ein Abgang keineswegs fix, doch die Konstellation ist brisant: Rapid ist nach dem Scheitern im Conference-League-Playoff auf Transfereinnahmen angewiesen, gleichzeitig läuft Seidls Vertrag im kommenden Sommer aus.
Bereits im vergangenen Jahr soll es laut Kurier-Informationen gescheiterte Vertragsverhandlungen hinsichtlich einer Verlängerung des auslaufenden Vertrages gegeben haben. Damit stellt sich für den Rekordmeister eine unangenehme Frage: Jetzt verkaufen – oder den Kapitän behalten und riskieren, ihn im kommenden Sommer ablösefrei zu verlieren?
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Rasante Entwicklung vom Aufsteiger zum Kapitän
Als Matthias Seidl im Sommer 2023 von Blau-Weiß Linz zu Rapid wechselte, war er ein hochveranlagter Mittelfeldspieler, aber keineswegs der fertige Führungsspieler, als den man ihn heute in Gesprächen innerhalb des Vereins wahrnimmt. Seidl hatte sich bei Blau-Weiß Linz in den Fokus gespielt und war in der Saison 2022/23 maßgeblich am Aufstieg von Blau-Weiß Linz beteiligt. In Hütteldorf sollte seine rasante Entwicklung weitergehen.
Seidl etablierte sich schnell, wurde zum Stammspieler, ÖFB-Teamspieler und schließlich auch zum Nachfolger von Guido Burgstaller als Kapitän. Der heute 25-Jährige ist dabei kein klassischer Lautsprecher, sondern lebt seine Führungsrolle weniger durch große Gesten, als viel mehr durch seine Präsenz und seine Vorbildfunktion auf und abseits des Platzes. Der Führungsstil des 25-Jährigen ist subtiler. Er führt über seine Leistung, über seine Bereitschaft, sich ständig anzubieten. Über seine Laufwege. Über seine Ruhe am Ball. Und über die Fähigkeit, auch unter Druck spielerische Lösungen zu finden. Genau darin liegt ein Teil seiner Besonderheit: Matthias Seidl ist ein Kapitän, der führt, ohne ständig führen zu müssen.
Matthias Seidl erzielt das Tor der Saison 2025/26
Stiller Anführer und stiller Topscorer – Auch Seidls Zahlen laufen unter dem Radar
Wer Seidls Bedeutung für Rapid ausschließlich an Toren misst, greift zu kurz. Trotzdem ist sein statistischer Output, auch in Phasen, in denen es für Rapid und auch ihn selbst sportlich nicht lief, bemerkenswert: In der Saison 2024/25 sammelte Seidl 18 Scorerpunkte – davon sechs Tore und zwölf Assists – nur die Stürmer Dion Beljo und Guido Burgstaller sammelten in allen Bewerben mehr. Und auch in der vergangenen Saison erzielte der Rapid-Kapitän sechs Tore und bereitete acht weitere vor.
Damit war er, trotz des Fakts, dass er oft auch eine Etappe tiefer agierte, wettbewerbsübergreifender Top-Scorer der Hütteldorfer. Und auch in der laufenden Saison schließt Seidl nahtlos an den beeindruckenden Zahlen der vorigen Saisonen an: Nach neun Pflichtspielen hält der aktuelle und möglicherweise bald ehemalige Rapid-Kapitän bereits bei sieben Scorerpunkten.
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