Leopold Querfeld verlässt den SK Rapid und wechselt zu Union Berlin

Offiziell: Querfeld verlässt den SK Rapid

Leopold Querfeld verlässt den SK Rapid und wechselt zu Union Berlin. Den Transfer haben beide Vereine am Freitag offiziell bestätigt. Zu den Vertragsdetails machte Union keine Angaben.

Sky hatte bereits von dem bevorstehenden Abschluss des Transfers berichtet. Für Querfeld soll es eine Vielzahl an Angebote gegeben haben, auch über der kolportierten Ausstiegsklausel von 2,5 Millionen Euro. Der Innenverteidiger verbrachte seine Großteile seiner Jugend bei Rapid und stand in drei Saisonen für die Kampfmannschaft der Hütteldorfer bewerbsübergreifend in 71 Pflichtspielen auf dem Feld.

Hoffnung auf viele Spielminuten

Ausschlaggebend für den Wechsel in die deutsche Hauptstadt soll die Spielzeit gewesen sein. Es ist für den EM-Teilnehmer wichtig ,Spielminuten zu sammeln, um mittelfristig Stammspieler bei seinem neuen Verein werden zu können – deshalb fiel die Wahl des jungen ÖFB-Teamspielers auf Union. Dort trifft er mit Christopher Trimmel auf einen weiteren ÖFB-Legionär und Ex-Rapidler.

Rapids Geschäftsführer Sport Markus Katzer meint zum Abgang von Leopold Querfeld: „Es war mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass Leo in diesem Sommer den nächsten Karriereschritt in Angriff nehmen wird. Seine Vertragsverlängerung vor einem Jahr, die aufgrund der kurzen Restlaufzeit kaum mehr möglich erschien, war eine der ersten großen Herausforderungen in meiner Amtszeit. Dass diese gelungen ist, war erfreulich und hat ´Querli´ mit einer bärenstarken Saison bestätigt.

„Er ist ein außergewöhnlich professioneller Sportler und eine charakterstarke Persönlichkeit, hat auch jetzt immer offen mit uns über seinen Karriereplan kommuniziert. Ich bin überzeugt, dass er sich auch in der Deutschen Bundesliga durchsetzen wird und wünsche ihm persönlich und im Namen unseres Klubs nur das Beste. Natürlich hätten wir alle ihn noch gerne länger bei uns gesehen und den Vertrag abermals verlängert, aber wir haben uns nicht umsonst auf der Innenverteidiger-Position bereits personell verstärkt. Zudem ist der Wechsel von Leopold Querfeld in die Deutsche Bundesliga eine Bestätigung unserer Philosophie, nämlich die größten heimischen Talente bei uns auszubilden und diesen über unsere Profimannschaft den Sprung in eine der Top 5-Ligen Europas zu ermöglichen“, so Katzer weiter.

Querfeld: „Prägender Lebensabschnitt geht zu Ende“

Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann ergänzt: „Es war eine Meisterleistung, dass es im Februar 2023 so kurz vor Ablauf des Vertrages doch noch gelungen ist, den Kontrakt mit Leopold Querfeld zu verlängern. Er ist ein Vorzeigemodell für unsere Nachwuchsspieler, seinen Weg in eine der Top-Ligen Europas hat er bei uns mit großer Disziplin und außerordentlichem Ehrgeiz absolviert. Leo ist grundsätzlich noch immer ein sehr junger Spieler, aber eine enorm reife Persönlichkeit und ich bin überzeugt, dass er sich in allen Bereichen weiter verbessern und viele Erfolge auf Klub- und Nationalteamebene feiern wird. Für mich war es eine Freude in verschiedenen Funktionen mit Leo zusammenarbeiten zu können, er wird natürlich auch in Zukunft bei uns immer herzlichst willkommen sein.“

Querfeld selbst sagt zu seinem Transfer: „Ein entscheidender und prägender Lebensabschnitt geht nun mit dem Wechsel zum 1. FC Union Berlin für mich zu Ende. Ich bin sehr dankbar für die Zeit beim SK Rapid und werde im Herzen natürlich weiter ein Grün-Weißer bleiben. Für die Ausbildung und Unterstützung in den letzten zwölf Jahren möchte ich allen Wegbegleitern, Mitspielern, Trainern, Betreuern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Ich habe in jeder Minute versucht, das Maximum für meinen Verein zu geben und es war mir wichtig, dies bis zur letzten Spielminute zu tun. Nun beginnt ein neues Kapitel, dem ich mit großer Spannung und Zuversicht entgegenblicke.“

„Ich konnte mir bereits in den letzten Jahren einen Kindheitstraum erfüllen: Für meinen Klub, gerade in Hütteldorf vor eigenem Publikum, spielen zu dürfen, wird mir unvergesslich bleiben. Ein besonderes Dankeschön möchte ich auch den Rapid-Fans aussprechen. Es war für mich immer sehr besonders, vor dieser Kulisse unsere Farben repräsentieren zu können. Ich hoffe, dass ich in guter Erinnerung bleibe und mir einige weiter die Daumen drücken und meinen Werdegang verfolgen. Den SK Rapid und meine Heimatstadt zu verlassen, ist kein leichter Schritt, doch freue ich mich, künftig für einen ebenfalls sehr außergewöhnlichen Klub in einer der stärksten Ligen der Welt tätig sein zu dürfen. Ich werde den Weg meines Stammvereins weiter aufmerksam verfolgen und wünsche der gesamten Rapid-Familie, ganz besonders meinen ehemaligen Mitspielern, Trainern und Förderern, viele Erfolge in der Zukunft“, so Querfeld.

https://twitter.com/skrapid/status/1801616843443982473

„Ein ganz besonderer Schritt“

„Der Schritt zum 1. FC Union Berlin ist ein ganz besonderer für mich. Ich strebe an, mich täglich zu verbessern und viele Erfahrungen auf dem höchsten Niveau zu sammeln. Bei Union und in der Bundesliga sehe ich dafür sehr gute Voraussetzungen und bin bereit für die kommenden Aufgaben. Ich freue mich insbesondere auf die Stimmung bei den Heimspielen und kann es kaum erwarten, vor den Fans zu spielen“, betonte Querfeld in der Vereinsaussendung von Union.

Oliver Ruhnert, Geschäftsführer von Union Berlin, erklärte: „Leo gehört ohne Zweifel zu den begehrtesten Innenverteidigern seines Jahrgangs und hat nicht zuletzt mit seiner finalen Berufung in den EM-Kader Österreichs gezeigt, wie stark seine Leistungsentwicklung ist. Mit ihm bekommen wir einen physisch starken und mutigen jungen Spieler hinzu, der unsere Defensivreihe stärken wird. Ihn trotz vieler anderer Offerten nach Berlin zu lotsen, zeigt die enge Abstimmung aller Beteiligten und freut mich sehr.“

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(Red.) / Bild: Imago