PSG stoppt Barcelona-Serie: „Irgendwann musste es passieren“
Nach elf Siegen aus den ersten elf Saison-Pflichtspielen ist der Erfolgslauf des FC Barcelona gestoppt worden. Die Katalanen bezogen in der UEFA Champions League am Dienstag gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain eine 2:4-Auswärtsniederlage, verspürten danach jedoch keine übermäßige Enttäuschung. „Irgendwann musste es passieren. Aber es war ein guter Test, und wir haben uns gut präsentiert“, erklärte Kapitän Raphinha.
Barca zeigte sich beim „Königsklasse“-Sieger von 2025 und 2026 über weite Strecken ebenbürtig, erst im Finish lenkten die Pariser die Partie in ihre Richtung. „Da waren wir nicht mehr frisch genug“, meinte Trainer Hansi Flick. „Am Ende hat PSG gezeigt, dass sie eine bessere Mannschaft sind als wir. Sie haben enorme Qualität im Umschaltspiel. Wir haben dieses fantastische Spiel verloren, aber viel daraus gelernt.“
Schon am Sonntag wartet auf Barcelona das nächste große Highlight – Erzrivale Real Madrid gastiert im Camp Nou. „Das Spiel gegen Paris hat überhaupt keinen Einfluss auf den ‚Clasico'“ sagte Raphinha. Auch Flick gab sich im Hinblick auf das Duell mit den „Königlichen“ zurückhaltend. „Im Oktober gewinnt man keine Titel.“
Flick blickt auf Barcelona-Niederlage gegen PSG
PSG-Rotation hilft in der Königsklasse
Während die Katalanen die spanische Liga fünf Punkte vor Real anführen, ist PSG in Frankreichs Ligue 1 nur Zweiter. Der Hauptstadt-Club rotiert in Ligaspielen stark, um für Champions-League-Highlights wie gegen Barca oder davor beim 4:2 bei Manchester City gerüstet zu sein. Die schwächere nationale Konkurrenz im Vergleich zu anderen europäischen Topclubs erwies sich schon in den vergangenen beiden Saisonen als Trumpf für die Pariser.
Allerdings musste PSG den Erfolg über Barca teuer bezahlen. Khvicha Kvaratskhelia erlitt einen Kreuzbandriss und fällt wohl für die komplette Saison aus, Ousmane Dembele und Marquinhos zogen sich Oberschenkelverletzungen zu und stehen wochenlang nicht zur Verfügung. Wohl auch deshalb trat Coach Luis Enrique auf die Euphoriebremse, was einen möglichen dritten Champions-League-Titel in Folge betrifft. „Die wichtigen Spiele kommen erst in der K.o.-Phase. Doch mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich“, sagte der frühere Barca-Trainer.
Am Dienstag fielen die PSG-Anhänger allerdings nicht nur positiv auf. Sie zeigten vor dem Spiel ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Massacre a la parisienne“ („Massaker auf Pariser Art“). Darauf war ein maskierter Mann abgebildet, der mit einer blutigen Kettensäge das Vereinswappen des FC Barcelona zerstörte. Er erinnerte an die Hauptfigur des Horrorfilms „The Texas Chainsaw Massacre“ („Blutgericht in Texas“). Der FC Barcelona werde das Banner beim UEFA-Delegierten melden, berichteten die Nachrichtenagentur EFE sowie die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf Informationen aus Vereinskreisen der Katalanen.
VIDEO-Highlights: Paris Saint-Germain – FC Barcelona
Borussia Dortmund: Aufregung um Duschen in Baku
Leichte Aufregung herrschte auch in Baku, und zwar wegen der Duschen im dortigen Olympiastadion. Die Dortmund-Profis um Marcel Sabitzer und Canrey Chukwuemeka verließen die Arena nach dem 2:1 gegen Sabah ungeduscht. „Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen“, erzählte Coach Niko Kovac, und Sportdirektor Ole Book ergänzte: „Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deshalb gucken wir, dass die Spieler schnell dahin kommen.“ Präzisieren wollte Book seine Aussagen nicht. „Das kann man sich ja ein bisschen ausmalen“, sagte der Funktionär. Die Duschen seien „nicht ganz so schick“.
