Rücktritt statt Comeback? Kilde fordert Veränderungen
Der in Wengen schwer gestürzte Skistar Aleksander Aamodt Kilde fordert eine grundlegende Veränderung im norwegischen Skiverband. Der 31-Jährige hat in einem Interview mit dem NRK seine Kritik an der aktuellen Führung des norwegischen Skisports verschärft. Sollte es zu keiner Reform kommen, droht Kilde mit seinem Rücktritt. „Skiweltcup.tv“ hat zuerst berichtet.
Kilde kritisiert insbesondere die veraltete Haltung und das Modell der Nationalmannschaft, das eine „von oben herab“ Mentalität fördert und sowohl neue Talente als auch etablierte Athleten abschreckt. Weiters fordert er eine frische Perspektive von außen und neue Führungskräfte, die bereit sind, Veränderungen herbeizuführen.
Trotz seiner Bemühungen, einen konstruktiven Dialog mit den Verbandsführungen, darunter Skiverbandspräsidentin Tove Moe Dyrhaug und Generalsekretär Arne Baumann, zu führen, berichtet Kilde von ausbleibender Kommunikation seit Ende November. Die fehlende Rückmeldung seitens des Verbandes sieht er als eine zusätzliche Belastung, die möglicherweise zu seinem Unfall beigetragen hat.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Vermarktungsrechte der Athleten, insbesondere die Kontrolle über ihre eigenen Bilder und deren Nutzung. Dieses Thema trug auch zum überraschenden Rücktritt von Lucas Braathen unmittelbar vor dem Saisonstart in Sölden bei.
Kilde zog sich am 13. Jänner bei seinem Sturz bei der Lauberhornabfahrt in Wengen tiefe Schnittwunden am Unterschenkel sowie eine Schulterverletzung zu. Zwischenzeitlich war der Norweger auf den Rollstuhl angewiesen. Mittlerweile kann Kilde wieder erste Schritte machen.
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