Saison-Auftakt in der NHL: Rossi & Kasper greifen wieder an

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Mit zwei österreichischen Stammkräften und einem gleichbleibenden Favoritenkreis startet am 29. September die neue Saison in der National Hockey League (NHL). Neben den Stürmern Marco Rossi (Vancouver) und Marco Kasper (Detroit) möchte sich auch ÖEHV-Teamverteidiger David Reinbacher (Montreal) sein Stammleiberl in der besten Eishockey-Liga der Welt erkämpfen.

Österreichs Eishockey-Exporte streben allesamt nach mehr. Rossi möchte als Leader eines im Aufbau befindlichen Teams aus Vancouver vorangehen – und fit bleiben. „Bisher konnte ich noch nicht 100 Prozent von mir zeigen“, sagte der Vorarlberger, der im Dezember von Minnesota nach Kanada transferiert worden war. Acht Tore und 14 Assists schrieb der Center in bisher 33 Auftritten für den Stockletzten der abgelaufenen Saison an. Auch Kasper hatte in Detroit kein leichtes Jahr, mit neun Toren und zehn Assists konnte der Kärntner nicht an seine Premierensaison (19 Tore, 18 Assists) anschließen. Eine Unterkörperverletzung verhinderte letztlich auch eine WM-Teilnahme.

Kasper setzt auf mentale Erholung, Reinbacher auf mehr Muskeln

Red-Wings-Trainer Todd McLellan sagte zudem, dass Kasper sich selbst zu viel Druck macht. „Manchmal hört man vielleicht zu viele Stimmen im eigenen Kopf. Dann muss man versuchen, sie auszublenden und nur auf sich selbst zu hören“, erklärte Kasper zuletzt auf der Liga-Webseite. „Ich habe den Sommer auch genutzt, um mich mental etwas zu erholen.“ In der Vorbereitung gab er den Center für die 2. Linie mit Emmitt Finnie und Zugang Viktor Arvidsson. Detroit strebt die erste Play-off-Teilnahme der Franchise seit 2016 an, die sportliche Führung muss nach der Absetzung von Clubikone Steve Yzerman als General Manager allerdings neu aufgestellt werden.

Die größten Chancen, als erster Österreicher den Stanley Cup zu gewinnen, hat auf dem Papier aktuell wohl Reinbacher – allerdings muss sich der 21-Jährige erst noch über das Farmteam Laval Rocket ins Aufgebot der Montreal Canadiens kämpfen. Reinbacher, der von einigen Verletzungen ausgebremst worden war, arbeitete in der spielfreien Zeit gezielt an seinem Skating und seiner Physis. Mehr Muskelmasse soll ihm helfen, sich endgültig in Montreals Verteidigung zu etablieren.

Seine ersten beiden NHL-Einsätze aus der vergangenen Saison gaben dem hochgeschossenen Rechtsschützen eine breite Brust. „Man hat einfach mehr Vertrauen in sich selbst und ein bisschen mehr Selbstbewusstsein“, sagte er. Nach dem Ende der Vorbereitung beorderten die Canadiens aber insgesamt zehn Spieler in die zweite Mannschaft, darunter auch Reinbacher.

Montreal will nach Überraschung mehr

Montreal, 24-facher Stanley-Cup-Sieger, musste sich im Vorjahr trotz einer gewissen Jugendlichkeit erst im Semifinale dem späteren Meister Carolina Hurricanes geschlagen geben. Seit den Canadiens 1993 hat kein kanadisches Team mehr den Stanley Cup geholt. „Das Team ist sehr hungrig, unser Anspruch ist jetzt höher geworden. Wir wollen mehr“, meinte Reinbacher. Das Team um Scoring-„Maschine“ Nick Suzuki ist auf den Schlüsselpositionen nahezu unverändert.

Doch gerade die tief besetzten Hurricanes werden den Expertenmeinungen zufolge wieder ganz schwer zu schlagen sein. Die erfolgreiche Titelverteidigung in der NHL ist schwierig, aber nicht unmöglich. Seit 2016 gelang dieses Kunststück bereits den Pittsburgh Penguins (2016 und 2017), den Tampa Bay Lightning (2020 und 2021) und den weiterhin hoch eingeschätzten Florida Panthers (2024 und 2025). Als sehr starker Herausforderer wird Colorado Avalanche mit den Stars Nathan MacKinnon und Cale Makar gehandelt. Makar wurde im Sommer mit einem 8-Jahres-Vertrag über 163,2 Millionen Dollar zum bestbezahlten Verteidiger der NHL-Historie.

Während Macklin Celebrini (San Jose) den Reigen der Jungstars anführt, könnte für Alexander Owetschkin die letzte Saison seiner glanzvollen Karriere anstehen. Der Russe, mit 929 Treffern NHL-Rekordtorschütze, hat bei den Washington Capitals noch einmal um ein Jahr verlängert. Vor seiner 22. Saison im Trikot der US-Hauptstädter glaubt Owetschkin an einen zweiten Stanley-Cup-Triumph nach 2018. „Ich sehe die neuen Gesichter in unserem Team. Sie geben uns die Chance, um den Cup zu kämpfen“, sagte der 41-Jährige, der sich zuletzt erneut im Wahlkampf von Wladimir Putins Partei „Geeintes Russland“ beteiligt hatte.

Grunddurchgang erweitert

Der Grunddurchgang wurde von 82 auf 84 Spiele pro Mannschaft erweitert. Der Auftakt am Dienstag hat mit u.a. Florida – Carolina, Montreal – Toronto oder Vancouver (Rossi) – Edmonton (live Sky) gleich Schlagerspiele parat. Um den europäischen Markt noch besser zu bedienen, finden nun regelmäßig montags Partien zur europäischen Primetime statt. Zusätzlich gehen je zwei Spiele in Helsinki (Carolina-Seattle/12. und 14. November) und Düsseldorf (Ottawa-Chicago/18. und 20. Dezember) über die Bühne. Sky Sport Austria zeigt insgesamt 300 Spiele live.

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