Schlager ÖFB

Schlager über Rasen & Belastung verärgert: „Da kann ich auch daheim bleiben“

•

Der angestaute Frust war bei ÖFB-Mittelfeldspieler Xaver Schlager nach Österreichs 1:1-Remis im Kosovo deutlich zu hören. Dieser galt jedoch vorrangig den schwierigen Platzverhältnissen sowie der Länderspiel-Reform anstatt dem Resultat.

„Diese Partie war meiner Meinung nach schwerst am Limit. Direktspiel ist gar nicht gegangen, jeder Ball ist versprungen, mit Fußball hatte das wenig am Hut. Das war eigentlich nur Ball nach vorne schießen, kämpfen und hoffen, dass der Schiedsrichter irgendwas pfeift“, erklärte der Mittelfeldmotor im ORF-Interview nach Spielende. Auch deshalb sei die Partie zu einem sichtbaren Kampf für das ÖFB-Team verkommen: „Jeder, der sich das anschauen musste, tut mir leid, das war nichts.“

Match-Ratings zu Kosovo vs. Österreich: Bewerte das ÖFB-Team!

Der Nottingham-Legionär spielte auch auswärts gegen den Kosovo sein viertes Länderspiel in Folge durch und beklagte daher die Verhältnisse ausgerechnet zum Ende des fordernden Nations-League-Zeitraumes: „Es ist das vierte Spiel innerhalb von zwei Wochen, was ja schon ein Wahnsinn ist. Dann sagt man, man soll kraftsparend spielen, viel den Ball laufen lassen. Dann hat man einen Platz, auf dem man nicht spielen kann. Was soll ich da sagen? Da kann ich auch daheim bleiben und etwas Gescheiteres machen.“ Auch bei Forest spielte er bei fünf seiner bisherigen sechs Saisonspiele 90 Minuten lang durch.

Schlager: „Wie es uns geht, ist scheißegal“

Die UEFA-Umstellung zugunsten einer längeren Länderspielpause mit vier Spielen anstatt der bisherigen zwei Blöcke mit je zwei Spielen kritisierte der zwischenzeitliche ÖFB-Teamkapitän deutlich: „Hauptsache, wir haben Spiele, Spiele. Aber wie es uns dabei geht, ist im Endeffekt scheißegal.“

Lang-Premierentor rettet Österreich vor Niederlage im Kosovo

Auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick sah sich in seinen Befürchtungen bezüglich der Platzverhältnisse bestätigt: „Es waren die erwartet schwierigen Bedingungen. Dass wir heute keinen Schönheitspreis gewinnen können bei diesen Bodenverhältnissen, war im Vorhinein klar.“ Dennoch will er den schlechten Rasen in Prishtina nicht als Hauptgrund des Remis sehen: „Das Gegentor hatte nichts mit dem Boden zu tun, da musst du mit dem Gegner mitgehen. Wir hatten zu viele unsaubere Pässe drin, die nicht nur auf den Rasen zurückzuführen waren.“

Etwas relativierend sah Kosovo-Coach Franco Foda die Bedingungen und zollte beiden Teams angesichts der Leistungen seinen Respekt: „Die Platzverhältnisse waren nicht gut, aber für das fand ich es ein gutes Spiel von beiden Mannschaften.“ Auch für ÖFB-Torschütze Christoph Lang war das Match „für alle ein schwieriges Spiel auf diesem Boden.“

Erster ÖFB-Treffer: Lang über Kopfballtor „ein bisschen schockiert“

Werbung