Sturm mit nächstem Arbeitssieg in spannende Transfer-Woche

Sturm Graz hat in der neuen Saison noch nicht geglänzt. Mit einer Reihe von Arbeitssiegen liegt der Meister in der Fußball-Bundesliga aber zumindest im Plansoll – und nach Punkten mit Titelrivale Salzburg gleichauf. Trainer Christian Ilzer war nach dem 2:1 am Samstagabend gegen den SCR Altach alles andere als unzufrieden. Zudem wartet eine wichtige Woche. Neben der Champions-League-Auslosung am Donnerstag (ab 18 Uhr live auf Sky Sport Austria 1) kündigen sich bis Transferschluss noch mehrere Zu- und Abgänge an.

Ein Stürmer steht ganz oben auf der Wunschliste, dazu könnte es auch noch im Mittelfeld-Zentrum Verstärkung geben. „Ich bin froh, wenn es Entscheidungen gibt. Wir sind kurz davor, wir arbeiten daran“, sagte Ilzer. Die Abgänge von Amadou Dante, Szymon Wlodarczyk und Manprit Sarkaria haben sich in den vergangenen Tagen konkretisiert. Die Transfer-Thematik sei im August „ständiger Wegbegleiter“, erklärte Ilzer. „Es ist eine sehr spannende Phase, in der viele Themen auf uns zukommen. In vielen Dingen müssen wir sehr, sehr klar sein.“

Schicker spricht über Hoffenheim-Gerüchte

Das gilt auch für Andreas Schicker. Sturms Sport-Geschäftsführer hat wieder einmal das Werben des deutschen Bundesligisten TSG Hoffenheim eingeholt. „Es kommen harte Tage auf uns zu, weil auf beiden Seiten noch etwas passieren wird. Da habe ich absolut keinen Kopf, mich mit irgendetwas zu beschäftigen, das danach ist“, sagte Schicker im Sky-Interview über die noch laufende Transferzeit. Sein Fokus sei aktuell nur bei Sturm. „Mich interessiert es überhaupt nicht, was in der Zukunft passiert.“

In der Gegenwart wirft die Tabelle nach vier Spielen für die Grazer neun Punkte aus. „Das ist im Moment absolut in Ordnung“, meinte Ilzer nach seinem 100. Sieg als Bundesliga-Trainer. Man merke, dass Lockerheit und Genauigkeit noch ein Stück weit fehlen würden. Im Vergleich zum äußerst glücklichen 2:0-Sieg vergangene Woche bei Austria Klagenfurt ortete der Sturm-Coach in Ballbesitz aber eine klare Steigerung. „Das freut mich, auch wenn nicht alles perfekt war. Es waren mehr Druckphasen, wir waren wuchtiger, wir waren präsenter. Darauf kann man aufbauen.“

HIGHLIGHTS | Sturm Graz – SCR Altach | 4. Runde

Sonderlob gab es für Neuzugang Lovro Zvonarek. „Er ist schon ein Spieler, mit dem man sehr gut kombinieren kann“, sagte Ilzer über den 19-jährigen Kroaten. Die Bayern-Leihgabe überzeugte auf der Zehnerposition zwischen den langsam besser in Form kommenden Meisterkickern Tomi Horvat und Otar Kiteishvili. Ilzer: „Wenn wir da ein gutes Zusammenspiel haben, haben wir eine Kreativabteilung, mit der wir sehr viel Freude haben können.“

Als nächste Hürde stellt sich dem Double-Gewinner am Mittwoch (18.00 Uhr) in der zweiten Runde des ÖFB-Cups Zweitliga-Tabellenführer SV Ried in den Weg. „Ried ist von der Qualität her eine Bundesligamannschaft. Sie haben schon ewig kein Tor mehr bekommen“, warnte Ilzer. „Das wird keine einfache Partie.“ Auch Schicker stellt sich auf ein „schweres Cupspiel“ ein, ehe die Mannschaft am Donnerstagabend (18.00 Uhr) im Hospitality-Bereich des Stadions versammelt wird, um gemeinsam die acht Gegner in der neuen Ligaphase der Champions League zu erfahren.

Standfest über erneut starke Leistung erfreut

Kleinere Brötchen bäckt Altach. Die Vorarlberger boten nach den jüngsten Siegen beim LASK (2:1) und gegen den WAC (2:0) neuerlich eine starke Leistung. „Wenn das keine Kraft gibt für die Zukunft, wie wir hier aufgetreten sind, dann weiß ich auch nicht“, meinte Trainer Joachim Standfest. Viele junge Österreicher in seinem Team seien in einem guten Fußballalter. „Ich bin zuversichtlich, dass Altach in den nächsten Jahren mit den richtigen Entscheidungen über Jahre über eine gute Elf verfügen wird.“

Angetan äußerte sich Standfest vom späteren Spielbeginn am Samstag um 19.30 Uhr. „Der Termin ist überragend, aber wir haben dieses Thema jedes Jahr im Sommer“, erinnerte der Ex-Nationalspieler an die hohen Temperaturen. „Spiele am Nachmittag sind extrem gefährlich und ein Gesundheitsrisiko, wenn es im Stadion 46 Grad hat.“ Fast alle anderen Bundesliga-Spiele um diese Jahreszeit werden um 17.00 Uhr angepfiffen. Standfest: „Es ist kein Fehler, wenn man draufkommt, dass man das ändern soll.“

Klagenfurt gibt „Rote Laterne“ ab

Geändert hat sich zumindest die Situation am Tabellenende. Klagenfurt ist die „Rote Laterne“ durch den ersten Saisonsieg, ein 1:0 bei der WSG Tirol, los. „Wir sind eine neu zusammengewürfelte Truppe mit vielen jungen Spielern und großem Potenzial. Das ist erst der Anfang für uns“, sagte Goldtorschütze David Toshevski. Auch Trainer Peter Pacult war über den Befreiungsschlag erfreut. „Der Dreier tut sicher der ganzen Klagenfurter Szene gut“, meinte der 64-Jährige. Für sein Team geht es am Dienstag (19.00 Uhr) im Cup beim ASV Siegendorf weiter, die WSG will sich zeitgleich beim Deutschlandsberger SC rehabilitieren.

HIGHLIGHTS | WSG Tirol – Austria Klagenfurt | 4. Runde

Werbung