Abfuhr für Sturm-Frauen im Europa Cup – Auch SKN verliert Hinspiel
Die Frauenteams von Sturm Graz und SKN St. Pölten haben in der 2. Qualifikationsrunde des UEFA Women’s Europa Cup jeweils eine Hinspiel-Niederlage hinnehmen müssen.
Für die Grazerinnen setzte es in Deutschland gleich einmal eine kalte Dusche. Ella Peddemors (10.) und Lara Prasnikar (13.) trafen früh. Smilla Vallotto (30.) und Svenja Huth (37.) legten mit einem weiteren Doppelschlag noch vor der Pause nach. Immerhin konnte sich Sturm nach der Pause teuer verkaufen, da gelang Brigitta Pulins (53.) nach Breznik-Vorarbeit der Ehrentreffer.
Zum Schluss trafen die Gastgeberinnen durch Katharina Piljic (83.) und Lena Lattwein (86.) aber noch einmal doppelt. Kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) treffen sich die beiden Teams im Stadion Graz-Liebenau.
Auch SKN-Frauen vor dem Aus
Auch für den SKN St. Pölten ist der Aufstieg ins Achtelfinale des Women’s Europa Cup in weite Ferne gerückt. Die Niederösterreicherinnen verloren am Mittwoch das Zweitrunden-Qualifikations-Hinspiel gegen Malmö FF in der NV Arena 0:2 (0:1) und laufen damit am kommenden Mittwoch (19.00 Uhr) in Schweden einem Rückstand nach.
St. Pölten schoss sich am Samstag mit einem 9:1-Kantersieg gegen die Spielgemeinschaft Südburgenland/TSV Hartberg, dem sechsten Sieg im sechsten Spiel, für den Europacup-Auftritt warm. Vier Tage später konnte sich die Truppe von Trainer Laurent Fassotte in der Offensive aber nur ganz selten in Szene setzen.
Die Schwedinnen hatten schon vor der Pause ein klares Chancenübergewicht, wobei Tuva Skoog dabei immer im Mittelpunkt stand. Die Stürmerin verfehlte zuerst noch das Tor (17.), konnte Carina Schlüter kurze Zeit später mit einem Schuss ins kurze Eck aus spitzem Winkel aber überraschen (20.). Zwei weitere Male konnte die SKN-Torfrau im direkten Duell mit Skoog retten (32., 36.).
Rukavina-Lattenschuss einziges SKN-Offensivhighlight
Die Gastgeberinnen wurden erst im Finish der ersten Hälfte gefährlich. Fanni Vago verfehlte eine Matavkova-Hereingabe haarscharf (40.), nach dem folgenden Corner scheiterte Magdalena Rukavina mit ihrem Schuss aus 17 Metern an der Latte (41.). Es blieb das Nennenswerteste aus Sicht von St. Pölten. Jennifer Klein und Co. verloren zu schnell die Bälle, kamen zu wenig oft in die gefährliche Zone und wenn, brachten sie meist den letzten Ball nicht an. Der zweite Treffer von Malmö, wo die österreichische Torfrau Kristin Krammer auf der Bank saß, lag in der Luft und fiel in Minute 80 nach einer schön herausgespielten Aktion und einem Abschluss von Vesna Milivojevic.
„Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, waren aber nicht gefährlich genug, der letzte Pass hat gefehlt und sie haben uns große Probleme bereitet. Wir sind enttäuscht“, resümierte Fassotte. Man habe allerdings noch 90 Minuten. „Wir werden nicht aufgeben, müssen daran glauben.“
Anders als in der UEFA Women’s Champions League gibt es im Europa Cup keine Ligaphase – sämtliche Runden werden in K.-o.-Duellen entschieden. Erst zum zweiten Mal überhaupt wird dieser kleinere europäische Wettbewerb ausgetragen. Im Vorjahr sicherten sich die Schwedinnen vom BK Häcken den Premieren-Titel.
