Swans Gmunden-Headcoach Anton Mirolybov nach dem Aufstieg: „Ende gut, alles gut“

  • Swans-Guard Daniel Friedrich: „Es war ein bitterer Kampf bis zum Schluss“
  • Friedrich zum kommenden Gegner Oberwart Gunners: „Wir erwarten eine genauso harte Serie“
  • Flyers-Coach Sebastian Waser: „Der Stolz überwiegt in dieser Serie“
  • Flyers Wels-Kapitän Davor Lamesic: „Man hat die Müdigkeit bei beiden Teams gesehen“
  • Sky-Experte Markus Pargfrieder zum kommenden Semifinale Gmunden gegen Oberwart: „Da ist genug Pfeffer drinnen“

Die Swans Gmunden entscheiden das vierte Duell gegen die Raiffeisen Flyers Wels mit 80:76 für sich und ziehen ins Halbfinale ein. Die besten Stimmen zur win2day-Basketball Superliga bei Sky Sport Austria.Raiffeisen Flyers Wels – Swans Gmunden 76:80 (31:35)Sebastian Waser (Head Coach Raiffeisen Flyers Wels):…nach dem Spiel: „Der Stolz überwiegt in dieser Serie. Es war in Summe sehr knapp. Wir hätten uns ein fünftes Spiel verdient, aber wir hätten in gewissen Situationen kaltschnäuziger sein müssen. Hut ab und Gratulation an meine Mannschaft, was sie rausgehauen haben.“…nach dem Spiel, was den Unterschied ausgemacht hat: „Wir hatte eine Phase, wo wir sechs Freiwürfe in Folge verworfen haben. Das war bitter, wenn du Punkte brauchst. Auf der anderen Seite ist Cameron Delaney heißgelaufen. Wir mussten in der Serie zwei Mal auf Jimbo Lull verzichten, der uns so viel gegeben hat. Es ist ein Spiegelbild der heurigen Saison. Nochmals Gratulation an die Mannschaft“…bilanziert die Serie gegen die Swans: „Es ist durchaus positiv. Wir hatten in jedem Spiel unsere Siegeschancen. Bei den zwei Heimspielen war es am engsten. Mit einer ähnlichen Schiedsrichterlinie wie heute, hätten wir in Spiel Drei am Traunsee relativ gut ausgesehen. In jedem Spiel, das wir verloren haben, haben fünf bis zehn Prozent gefehlt. Das muss man Gmunden anrechnen. Sie haben eine enorme Qualität. Sie sind nicht umsonst eines – wenn nicht sogar das Spitzenteam über die letzten Jahre in Österreich.“…über die Entwicklung der Mannschaft während schwieriger Umstände mit Corona und Verletzungen: „Es war unglaublich hart und wahrscheinlich das kraftraufwendigste, was ich jemals gemacht habe in meinem Leben. Gemeinsam mit meinem Assistant Coach, dem Obmann und allen anderen haben wir einen Megajob abgeliefert, um in den Play-Offs konkurrenzfähig zu sein. Aufgrund der Schwierigkeiten in der Saison haben wir gerade deswegen als Club und Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht. Das ist schon sehr positiv.“Michael Dittrich (Obmann Raiffeisen Flyers Wels):…in der Halbzeit über die angeschlagenen Jacob Ledoux und James Lull: „Wir müssen es mit ein paar Minuten rein und raus probieren. Bei Ledoux hat es wesentlich besser funktioniert. Ich hoffe bei Jimbo (James Lull, Anm.) war es beim letzten Umfallen nichts Blödes. Beide haben brutale Schmerzen. Wir wissen nicht, was wir ihnen noch alles geben sollen. Jetzt heißt es Schmerz unterdrücken und volle Pulle.“…über den 38-jährigen Davor Lamesic: „Es macht eine Riesenfreude ihm zuzuschauen. Beim ein oder anderen Schritt ist er wahrscheinlich zu langsam, aber er hält uns im Spiel.“…über die volle Halle beim 100. Derby: „Es ist eine Riesenkulisse. Herzlichen Dank an alle Fans, die unter der Woche in die Halle kommen. Man sieht, was im Basketball in Wels alles möglich ist. Es ist eine Freude das zu erleben.“Davor Lamesic (Raiffeisen Flyers Wels):…nach dem Spiel: „Ich bin enttäuscht. Wir hätten uns den Sieg wirklich verdient. Am Ende hat es mit meinen verfehlten Freiwürfen auch nicht gereicht. Wir waren oft am Boden und haben uns auch immer wieder zurückgekämpft. Deswegen hätte ich mir für die Mannschaft und die Fans den Sieg gewünscht.“…über das Spiel: „Man hat die Müdigkeit bei beiden Teams gesehen. Die Gmundner haben den Weg öfters zur Freiwurflinie gefunden, was bei uns nicht so gut geklappt hat. Das war am Ende der spielentscheidende Faktor.“…auf die Frage, wie viele der bereits 100 Oberösterreich-Derbys er schon bestritten hat: „Ich schätze ein gutes Drittel oder ein Viertel wird es schon gewesen sein. So alt fühle ich mich noch nicht.“…auf die Frage, ob er sich nach 14 Jahren bei den Flyers als Wiener bereits als Oberösterreicher fühlt: „Ich fühle mich als Welser. Ich spiele gerne hier.“

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Anton Mirolybov (Head Coach Swans Gmunden):…über die letzten Minuten des Spiels: „Wir hatten vier Turnover in den letzten anderthalb Minuten. Das war was für den Herzschlag für den Coach. Ende gut, alles gut.“…was den Ausschlag gegeben hat: „Wir hatten heute eine gute Defense, die ein klasse Spiel gespielt hat. Delaney und Lamesic haben ein starkes Spiel abgeliefert, das war für uns schwer. Am Ende waren es die Rebounds, warum wir heute gewonnen haben.“…über das krankheitsbedingte Fehlen von Toni Blazan: „Toni ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Heute hatten wir Probleme mit C.J. Anderson, aber ich muss sagen, Carlos Novas Mateo spielte heute eines seiner besten Spiele in Gmunden. Ich bin sehr zufrieden. Hoffentlich ist Toni am Sonntag zurück und wir können dann mit dem vollen Kader spielen.“…zum nächsten Duell gegen die Oberwart Gunners: „Es ist immer ein physisches Spiel gegen Oberwart. Wir haben heuer vier Mal gegen Oberwart gespielt und ist immer sehr knapp. Für uns war das eine gute Vorbereitung für die Serie.“Harald Stelzer (Vorsitzender Wirtschaftsbeirat Swans Gmunden):…über die Oberwart Gunners als möglichen Halbfinal-Gegner: „Wir haben von fünf Spielen, inklusive Supercup, vier gewonnen. Davon zwei in der Overtime. Das sagt glaube ich eh schon alles aus.“…über das 100. Oberösterreich-Derby: „Ich kann mich an keines erinnern, wo ich nicht dabei war.“…was er mit dem Oberösterreich-Derby verbindet: „Eine volle Halle, viel Emotion, lustige Emotionen auch im Vorfeld in den Medien. Auch eine gesunde Konkurrenz. Wir brauchen uns beide.“Benedikt Güttl (Swans Gmunden):…über seinen spektakulären Block in der ersten Spielhälfte: „Ich habe mir gedacht, dass ich ihnen keine leichten Punkte geben möchte. Dass so ein Block dabei rausschaut, ist cool. Der war wichtig.“Daniel Friedrich (Swans Gmunden):…über das Spiel: „Es war ein bitterer Kampf bis zum Schluss. Es war teilweise nicht der schönste Basketball. Die Welser haben am Schluss ordentlich Druck gemacht und noch ein paar wilde Dinge reingehaut. So haben sie das Spiel noch eng gemacht. Wir haben am Schluss die wichtigen Freiwürfe getroffen und den Sieg geholt.“…über die unnötige Spannung gegen Ende des Spiels: „Das Wichtigste ist, dass wir weitergekommen sind. Solche Sachen dürfen nicht oft passieren, sonst geht es irgendwann schlecht aus. Das Glück war heute auf unserer Seite.“…zum Halbfinal-Gegner Oberwart Gunners: „Wir erwarten eine genauso harte Serie. Oberwart spielt auch sehr aggressiv und physisch. Wir müssen schauen, dass wir uns erholen und uns auf Sonntag vorbereiten.“…vor dem Spiel über C.J. Anderson: „C.J. hat einen exzellenten Job im letzten Spiel gemacht und uns teilweise gerettet. Mit seiner Athletik, Schnelligkeit und Drive zum Korb ist er schwer zu halten, wenn er einmal ins Laufen kommt.“Markus Pargfrieder (Sky Experte):…zu den kommenden Serien Gmunden gegen Oberwart: „Das sind die zwei Mannschaften, die sich in den letzten Jahrzehnten gefühlt ständig in den Play-Offs treffen. Da ist genug Pfeffer drinnen. Alle Duelle waren heuer knapp. Da kommt was auf uns zu.“…über den schwachen Start der Welser in das Spiel: „Es war eine zu verschlafene Partie in den ersten zwanzig Minuten. Wenn man wie Gmunden in der Serie führt, kann man sich das erlauben. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht und zu Hause spielt, hätte ich mir gewunschen, dass man mehr aus den Startlöchern rausschießt und sofort klarmacht, wer das Ding mehr will als der andere.“…zum Spiel: „Es waren zwei Partien. Es war eine untypische Play-Off-Partie bis zum Doppelfoul, wo die Emotionen hochgekocht sind. Das war der Wendepunkt für die Charakteristik dieses Spiels. Ab da war es ein Überlebenskampf der Welser und eine emotionale Play-Off-Partie. Das hat phasenweise den Welsern gutgetan, phasenweise den Gmundnern. Zum Schluss hat es für die Welser nicht ganz gereicht, die es sich grundsätzlich auch verdient hätten.“…auf die Frage, wie lange Davor Lamesic noch spielen wird: „Drei Jährchen wären noch drinnen. Bis 40 kann man schon spielen, wenn man auf seinen Körper schaut.“

Bild: GEPA