Taktik-Experten der FIFA haben das aggressive Gegenpressing als einen der wichtigsten Erfolgstrends der WM 2026 identifi

Taktik-Analyse zeigt: Gegenpressing als Erfolgsfaktor bei der WM

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Taktik-Experten der FIFA haben das aggressive Gegenpressing als einen der wichtigsten Erfolgstrends der WM 2026 identifiziert.

Knapp zweieinhalb Monate nach dem Finale veröffentlichte der Weltverband einen umfangreichen Report zu dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Analysten untersuchten darin etwa das Auftreten der 48 Teams im Angriff und ohne den Ball, verschiedene Varianten der Aufstellung, das Torhüterspiel und neue Entwicklungen beim Spielaufbau.

Das von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick stark forcierte Gegenpressing war dabei laut der Analyse für viele Topteams eines der maßgeblichen Mittel zum Erfolg – allen voran Weltmeister Spanien. Die einzige Erfolgsformel sei dies aber nicht, wie etwa das Überraschungsteam von Kap Verde zeigte, das als krasser Außenseiter eher auf eine kompakte Abwehr setzte.

Rangnick ein Pionier des Gegenpressings

Rangnick äußerte sich Mitte September in seiner WM-Analyse umfangreich über die vorherrschende Spielidee im Weltfußball. Gegenpressing sei „das Maß aller Dinge“, nicht nur bei der Weltmeisterschaft sondern auch auf Vereinsebene im europäischen Spitzenfußball.

Spielidee im ÖFB-Team – Rangnick: „Gegenpressing ist das Maß aller Dinge“

Maximilian Wöber bezeichnete Rangnick im Vorfeld der WM 2026 im Sky-Podcast DAB | Der Audiobeweis Spezial als den „Erfinder vom extremen Gegenpressing“. Österreich erreichte beim Turnier in Nordamerika das Sechzehntelfinale und scheiterte am späteren Weltmeister Spanien (0:3).

ÖFB-Team bei der WM hinter den Erwartungen zurück

Rangnick setzte bei der WM auf das gewohnte 4-2-3-1-System. Die erhofften Spitzenleistungen brachte das ÖFB-Team dabei selten auf den Rasen. Der Deutsche merkte an, dass „zu viele Spieler weit von ihrem eigentlichen Leistungsvermögen weg waren“ und ergänzte: „Wir hatten zu wenige Spieler, die wirklich auf absolutem Topniveau gespielt haben.“ Als besten Feldspieler nannte der 68-Jährige Marcel Sabitzer.

Zudem verwies Rangnick darauf, dass die ÖFB-Spielidee mit intensivem Gegenpressing nicht ausreichend umgesetzt wurde. Das Nationalteam zählte bei Sprints, schnellen Läufen, Balleroberungen im letzten Drittel und Kontersituationen bei Weitem nicht zur Elite. Österreich lag in diesen Parametern bei der WM nur im hinteren Mittelfeld. Bei der EM 2024 gehörte die Rangnick-Elf in diesen Statistiken noch zu den besten Nationen.

Rangnick zieht WM-Bilanz: Erhoffe Leistung „zu selten gezeigt“

Rangnick hob in diesem Zusammenhang hervor, dass mehreren Spieler „physisch nicht auf höchstem Niveau“ agieren konnten. Zwar sei der ganze Kader fit gewesen, allerdings waren nicht alle Spieler machfit.

Dreierabwehr als Trend – aber nicht erfolgreich

Eine der Erkenntnisse des FIFA-Berichts sei zudem, dass die meisten Teams auf eine Dreierabwehr setzten. Erfolg garantierte das nicht: Von den acht Mannschaften, die nur mit Dreierabwehr antraten – etwa Deutschland – schaffte es keine ins Viertelfinale. Weltmeister Spanien spielte traditionell mit vier Verteidigern und triumphierte.

In dem Report beschäftigten sich die Experten auch mit Feinheiten wie etwa dem Torabschlag. Dieser werde immer häufiger nur kurz ausgeführt, bei dieser WM etwa in 58 Prozent der Fälle – acht Jahre zuvor in Russland waren es noch 32 Prozent. Damals 2018 waren es fast immer die Torhüter, die den Abschlag ausführten – diesmal nur noch in gut 50 Prozent der Fälle. Das liege daran, dass die Torhüter inzwischen viel mehr in den Spielaufbau integriert werden.

Den kompletten FIFA-Report findet ihr hier.

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